Anke und Dina haben Strom·ausfall

Das ist eine Geschichte in Einfacher Sprache: 

Anke und Dina sind 2 Mädchen. 
Sie sind beide 10 Jahre alt. 
Sie wohnen zusammen in einer Stadt. 
In einer Straße. 

Dina wohnt mit Papa und Mama in einem kleinen Haus. 
Papa und Mama haben wenig Geld.
Papa arbeitet den ganzen Tag. 
Also viele Stunden. 
In einer Firma. 

Papa verdient das Geld für die Familie. 
Für Essen.
Und für Trinken.
Und für Sachen zum Anziehen.

Und Mama ist zu Hause. 
Sie arbeitet nicht
Sie verdient kein Geld. 
Deshalb bekommt Dina kein Taschen·geld.
Papa und Mama geben Dina kein Taschen·geld.
Und Dina kann sich keine Spiel·sachen kaufen.

Aber Mama hat viel Zeit

Sie kümmert sich viel um Dina.
Morgens ist Dina in der Schule. 
Da räumt Mama zu Hause auf.
Sie geht Einkaufen. 
Und sie kocht Essen.

Und nachmittags ist Dina zu Hause. 
Da hat Mama für Dina Zeit.
Dann geht Mama mit Dina spazieren. 
Oder Dina malt Bilder.
Und sie bastelt viele Dinge. 
Und Mama hilft Dina dabei. 
Das macht Dina Spaß. 

Und Dina lernt auch noch Häkeln und Stricken. 
Das lernt sie von Mama.
Das heißt:
Dina macht viele Dinge aus Wolle selbst.
Zum Beispiel:
Pullover, Mützen.
Und Schals.

Oder Dina geht in den Garten.
Sie klettert auf die Bäume.
Und sie rennt und bewegt sich viel. 
Dina ist schlank und gelenkig.

Und Dina baut kleine Häuser aus Holz.
Da kann sie richtig rein·gehen. 
Dina hat immer viele Ideen.
Sie kann viele Dinge gut.

Anke ist ganz anders als Dina

Anke wohnt mit Papa und Mama in einem großen Haus.
Papa und Mama haben viel Geld. 
Sie Arbeiten beide den ganzen Tag. 
Also viele Stunden. 
In einer Firma. 
Deshalb bekommt Anke viel Taschen·geld.
Papa und Mama geben Anke das Taschen·geld.

Aber Papa und Mama haben wenig Zeit. 
Sie kümmern sich wenig um Anke.
Anke ist morgens in der Schule. 
Und nachmittags ist sie alleine zu Hause. 

Oder Anke geht alleine in die Stadt. 
Da gibt es viele Geschäfte. 
Und Anke kauft sich viele Spiel·sachen. 
Von dem Taschen·geld. 
Das macht Anke Spaß. 

Anke nimmt die Spiel·sachen mit nach Hause. 
Dann spielt sie eine Stunde lang damit.
Aber dann ist es Anke langweilig. 
Sie kennt die Spiel·sachen dann nämlich schon.
Und sie hat keine Ideen:
Was kann sie jetzt spielen?

Anke legt die neuen Spiel·sachen in den Schrank. 
Da liegen schon viele Spiel·sachen. 

Dann geht Anke ins Wohn·zimmer

Und sie guckt Fernseher.
Bis abends. 
Dann kommen Papa und Mama nach Hause.
Sie sind beide müde. 
Von der Arbeit.
Und sie wollen auch Fernseher gucken. 
Deshalb bekommt Anke einen eigenen Fernseher. 
Papa und Mama kaufen den Fernseher. 
Er ist groß. 
Und teuer.
Der Fernseher steht bei Anke im Zimmer. 
Jetzt guckt Anke noch mehr Fernseher. 
Und sie ist in ihrem Zimmer alleine. 

Und Anke kauft sich oft neue Filme.
Zum Gucken.
Oder neue Spiele für den Fernseher. 
Anke kann die Spiele am Fernseher spielen.

Und Dina sieht Anke immer

Dina ist nämlich oft draußen. 
Im Garten. 
Da ist ein Zaun.
Und hinter dem Zaun ist die Straße. 
Und ein Weg.
Da läuft Anke immer vorbei. 
Und sie hat immer eine volle Tasche dabei.

Dina will gerne mit Anke spielen.
Aber das ist ganz schön schwer.
Dina fragt nämlich oft:
Hallo Anke, willst du mit mir spielen? 

Aber Anke sagt dann immer: 
Nein, ich habe keine Zeit.
Ich gehe jetzt nach Hause.
Ich habe einen Fernseher bekommen. 
Und ich habe neue Filme gekauft. 
Die sind in der Tasche drin.
Ich will die Filme gleich gucken.
Und ich habe neue Spiele gekauft. 
Die sind auch in der Tasche drin.
Ich will die Spiele dann spielen. 
Das alles kann ich ganz alleine.
Ich will nicht mit dir spielen. 

Und dann geht Anke nach Hause. 
Dina versteht das nicht
Sie findet Fernseher langweilig. 

Anke guckt die Filme im Fernseher

Und sie spielt die Spiele am Fernseher.
Aber nach einiger Zeit ist es ihr auch langweilig. 
Deshalb kauft sich Anke auch noch viele Süßigkeiten. 
Zum Beispiel Schokolade. 

Oder Anke bestellt Pizza. 
Papa und Mama sagen:
Anke, du darfst dir alles kaufen.
Wir wollen:
Es geht dir gut. 

Also legt sich Anke in ihr Bett.
Vor den Fernseher. 
Sie guckt noch einen Film.
Und sie isst die Schokolade.
Oder die Pizza.
So wird Anke immer dicker. 

Einige Zeit später

Papa und Mama kaufen Anke noch ein Handy.
Und einen Computer. 
Und Anke freut sich sehr. 
Jetzt benutzt sie oft das Handy.
Oder sie sitzt lange vor dem Computer.
Das Handy und der Computer sind nämlich neu.
Das macht Anke wieder Spaß. 
Anke geht damit jetzt oft ins Internet. 
Und es ist ihr nicht mehr langweilig. 

Aber dann ist Strom·ausfall

Das heißt: 
Es gibt keinen Strom mehr. 
Im ganzen Haus.
Der Strom geht einen ganzen Tag lang nicht
Der Fernseher und der Computer sind aus. 
Und die Batterie vom Handy ist leer.
Das alles braucht nämlich viel Strom.
Sonst geht es nicht

Jetzt kann Anke kein Fernseher mehr gucken. 
Sie kann nicht vor dem Computer sitzen. 
Und nicht ins Internet gehen. 
Und Anke kann auch nicht das Handy benutzen. 
Also auch nicht mit dem Handy ins Internet gehen. 

Jetzt ist es Anke wieder langweilig.
Und Papa und Mama sind weg.
Sie sind beide Arbeiten. 

Und dann:
Oh nein. 
Anke hat ja auch noch Ferien.
Und es ist erst früh morgens. 
Das heißt:
Anke ist den ganzen Tag alleine zu Hause.
Deshalb ist sie traurig. 
Was kann sie bloß spielen?

Aber Dina hat zu Hause auch Strom·ausfall

Dina ist zu Hause. 
Bei Mama.
Und Dina hat auch Ferien.
Wie Anke.
Und es gibt auch keinen Strom mehr. 
Im ganzen Haus. 
Mama will mit Dina nämlich frühstücken. 
Und Mama will Kaffee machen. 
Aber die Kaffee·maschine geht nicht
Und im Kühl·schrank geht auch kein Licht.
Die Kaffee·maschine und der Kühl·schrank brauchen Strom.

Mama sagt:
Es ist Strom·ausfall. 
Vielleicht haben wir den ganzen Tag keinen Strom?
Auf der Straße ist nämlich eine Bau·stelle. 
Da arbeiten Menschen. 
Sie haben ein großes Loch in den Boden gemacht. 
Da sind Kabel drin.
Vielleicht haben die Menschen ein Kabel kaputt·gemacht? 
Vielleicht ist jetzt in allen Häusern kein Strom?
Also es ist in der ganzen Straße kein Strom.
Die Menschen müssen das Kabel erst reparieren. 
Dann geht der Strom wieder. 
Aber das kann lange dauern.

Dina denkt nach

Was kann sie heute spielen? 
Und auf einmal hat sie eine Idee.
Dina weiß:
Anke wohnt in dem großen Haus. 
In der Straße. 
Und heute ist in der ganzen Straße kein Strom.
Und Anke hat Ferien. 
So wie Dina.
Bestimmt ist Anke zu Hause.
Und sie hat auch keinen Strom. 
Da kann sie zum Beispiel kein Fernsehen gucken. 

Dina denkt: 
Jetzt ist es eine gute Zeit.
Bestimmt ist es Anke langweilig? 
Und sie will mit mir spielen?

Also geht Dina zu Anke nach Hause. 
Und Dina klopft bei Anke an die Tür. 
Die Klingel geht nämlich nicht.
Sie geht nämlich auch mit Strom.

Und Anke ist es sehr langweilig 

Sie liegt nämlich wieder in ihrem Bett.
Und ihr Mund ist ganz voll·gestopft.
Mit Schokolade. 
Anke isst nämlich wieder viel Schokolade. 
Und sie denkt:
Ich habe kein Strom.
Mein Fernseher geht nicht.
Was kann ich bloß spielen?

Aber auf einmal klopft es an die Tür

Und Anke hört es.
Sie steht vom Bett auf.
Sie macht die Tür auf. 
Und sie sieht Dina.

Dina ist gekommen. 
Sie hat an die Tür geklopft.

Jetzt lacht Anke.
Sie freut sich nämlich.
Und sie sagt:
Ach, du bist es.
Das ist aber schön.
Was machst du denn hier?

Da fragt Dina:
Willst du mit mir spielen?

Anke guckt Dina an.
Und Anke sagt:
Ja, ich will gerne mit dir spielen. 
Es ist ja heute so langweilig. 
Aber was wollen wir spielen? 
Ich habe viele Spiel·sachen. 
Im Schrank. 
Aber ich kenne die alle schon.
Die Spiel·sachen sind langweilig.

Da sagt Dina:
Dann komm mit.
Wir machen etwas:
Das macht wirklich Spaß.
Ich zeige dir viele Dinge.
Die kennst du noch nicht

Jetzt ist Anke neugierig. 
Und sie geht mit Dina mit.

Anke und Dina spielen lange zusammen

Und Anke merkt gar nicht:
Der Strom geht wieder.
Anke kommt nämlich spät nach Hause.
Da sind Papa und Mama schon lange von der Arbeit zurück. 

Papa und Mama fragen:
Anke, wo bist du gewesen. 
Es ist schon spät. 
Draußen ist es schon dunkel.
Und du hast heute auch gar keine Filme und Spiele gekauft.
Du hast nämlich gar keine volle Tasche mitgebracht. 
Was ist passiert?

Da sagt Anke:
Ich habe jetzt eine Freundin. 
Sie heißt Dina.
Und wir haben zusammen gespielt. 
Das hat viel Spaß gemacht. 
Da habe ich gar nicht gemerkt: 
Der Strom geht wieder.

Papa und Mama gucken sich an

Und dann sagen sie gleich·zeitig:
Der Strom?
Was war denn mit dem Strom?

Da sagt Anke:
Heute war Strom·ausfall. 
Es war in der ganzen Straße kein Strom. 
Mein Fernseher ist nicht gegangen.
Und mir war sehr langweilig.
Da ist Dina gekommen. 
Sie hat mich mitgenommen. 
Und wir haben zusammen gespielt.

Wir sind auf einen Baum geklettert

Mit einer Leiter.
Und ganz oben im Baum. 
Da haben wir 2 Hänge·matten aufgehängt.
Die sind wie ein großes Netz.
Da haben wir uns rein·gelegt. 
Und geschaukelt.

Und wir haben ein kleines Haus gebaut.
Es ist aus Holz.
Da sind wir rein·gegangen. 
Wir haben 2 Stühle rein·gestellt.
Und einen Tisch.
Dann haben wir etwas gegessen und getrunken. 

Und dann war es draußen dunkel. 
Und in dem Haus auch.
Aber wir haben ja auch noch Lampen gebastelt. 
Und eine Kerze rein·gestellt. 
So haben wir wieder Licht gehabt. 
In dem Haus.

Und Dina hat mir auch noch gezeigt:
Wie Stricke ich einen Schal?
Das hat gut geklappt. 
Der Schal ist bald fertig. 
Dann kann ich ihn anziehen. 

Da sagen Papa und Mama gleich·zeitig:
Anke, das ist alles ganz toll. 
Wir freuen uns darüber sehr. 
Lade deine Freundin Dina doch mal ein.
Dina kann uns gerne besuchen. 
Sie kann zu uns nach Hause kommen. 
Wir wollen sie gerne kennen·lernen. 

Dina kommt gerne. 
Anke und Dina spielen jetzt nämlich oft zusammen.