Der Käfer in der Knospe

Das ist eine Fantasie·geschichte in Einfacher Sprache:

Conny ist ein Mädchen. 
Sie ist 15 Jahre alt. 

Conny hat viele Pickel.
Und Sie hat schon viel versucht.
Damit die Pickel weg·gehen. 
Aber die Pickel bleiben. 

Conny hat die Pickel auf ihrer Haut.
Manche Pickel sind rot.
Manche Pickel sind weiß. 
Und manche Pickel sind schwarze Punkte.
Die Pickel tun manchmal sehr weh.

Conny hat die Pickel am ganzen Körper. 
Sie ist darüber sehr traurig. 

Conny geht in die Schule 

In der Schule ist ein Junge.
Der Junge heißt Markus.

Markus fällt überall auf.
Er ist nämlich immer sehr frech.
Das heißt:
Markus diskutiert mit vielen Kindern.
Und Markus diskutiert mit vielen Lehrern.
Diskutieren heißt:
Die Kinder oder die Lehrer sagen etwas?
Dann will Markus immer recht haben. 
Die Kinder oder die Lehrer merken:
Markus ist sehr stark.
Man sagt: 
Markus ist sehr selbst·bewusst. 
Er kann nämlich sehr gut diskutieren 

Markus findet immer die richtigen Wörter 

Markus weiß immer:
Was kann er zu einem Thema sagen?
So können andere Menschen nichts dagegen sagen.
Conny gefällt das. 
Conny fallen nämlich meistens keine Wörter ein.
Sie kann meistens gar nichts zu einem Thema sagen. 
Und manchmal fallen Conny die richtigen Wörter ein.
Aber dann ist es schon zu spät.

Conny will wie Markus sein 

Conny ist in Markus verliebt.
Aber Markus ist nicht in Conny verliebt.
Conny hat nämlich Pickel. 
Und Conny ist sehr schüchtern. 
Conny ist nicht selbst·bewusst. 

Markus ist in Anne verliebt

Anne sieht gut aus.
Sie hat keine Pickel.
Und sie ist gar nicht schüchtern. 
Anne ist immer sehr frech.
So wie Markus. 

Anne findet auch immer die richtigen Wörter. 
Sie kann auch zu jedem Thema etwas sagen. 
Anne ist sehr selbst·bewusst. 
So wie Markus.

Anne ist sehr groß. 
Sie hat lange blonde Haare. 
Und viele Locken.
Und Anne hat schöne Augen.
Sie hat nämlich lange Wimpern.
Das sind die Haare an den Augen.
Anne schminkt die Wimpern.
Sie macht schwarze Farbe auf die Wimpern.
Und dann bewegt Anne die Wimpern. 
Man sagt:
Anne klimpert mit den Wimpern. 
Markus gefällt das. 
Und Conny ärgert sich darüber. 
Conny merkt dann nämlich. 
Markus ist in Anne verliebt. 

Conny leidet sehr

Conny denkt: 
Ich habe viele Pickel. 
Ich bin sehr schüchtern. 
Mir fallen meistens keine Wörter ein. 
Und Markus ist in Anne verliebt.
Ich habe immer Pech.

Conny wünscht sich nämlich:
Markus ist in Conny verliebt.

Conny hat bald Geburtstag 

Sie will den Geburtstag feiern.
Conny hat eine Freundin. 
Conny will die Freundin einladen.
Und Conny will Markus einladen. 

Conny schreibt einen Brief. 
Der Brief ist für Markus. 
Conny schreibt:
Hallo Markus,
ich habe bald Geburtstag.
Und ich feiere ein Fest.
Willst du kommen?
Ich lade dich nämlich ein.

Aber Conny ist sehr schüchtern. 
Sie schreibt nicht:
Der Brief ist von Conny. 
Conny hat nämlich Angst:
Vielleicht kommt Markus dann nicht

Markus bekommt den Brief mit der Post

Markus liest den Brief.
Und er merkt sofort:
Der Brief ist von Conny. 
Conny hat nämlich ihre Adresse 
auf den Brief geschrieben. 
Damit Markus weiß:
Wo ist das Fest?
Wo ist Markus eingeladen? 
Damit Markus auch kommen kann.

Aber Markus weiß schon lange:
Wo wohnt Conny?
Deshalb weiß Markus:
Der Brief ist von Conny.

Markus ruft bei Conny an

Markus sagt: 
Hallo Conny,
ich komme zu deinem Geburtstag. 
Ich weiß:
Der Brief ist von dir.

Conny freut sich.
Sie ist sehr aufgeregt. 
Der Geburtstag ist nämlich in 3 Tagen. 

Jetzt hat Conni Geburtstag 

Conny hat im Sommer Geburtstag.
Und draußen ist es sehr warm.
Deshalb feiert Conny im Garten.
Die Eltern von Conny haben nämlich einen Garten.

Die Freundin von Conny ist schon da.
Conny und die Freundin warten 2 Stunden. 
Aber Markus kommt nicht

Dann gibt es Kaffee und Kuchen. 
Conny hat noch Eltern.
Und eine Oma.
Und einen Opa.
Alle trinken zusammen Kaffee. 
Und alle essen Kuchen.
Aber Markus kommt nicht.

Conny ist traurig 

Sie will ihren Geburtstag nicht mehr feiern.
Conny hat ein Zimmer.
Sie geht mit ihrer Freundin ins Zimmer. 
Und Conny weint.
Die Freundin tröstet Conny.
Aber dann muss die Freundin nach Hause gehen. 
Und Conny bleibt alleine.

Jetzt ist es Abend 

Der Geburtstag ist bald vorbei.
Und Conny ist immer noch traurig.

Draußen ist es noch hell.
Conny wohnt nahe an einem Feld.
Sie geht im Feld spazieren. 
Im Feld ist nämlich eine große Wiese.
Aber die Wiese ist sehr trocken.
Es hat nämlich lange nicht geregnet.

Conny geht auf die Wiese 

Auf einmal sieht Conny eine Knospe.
Die Knospe ist wie ein kleines Bett.
In der Knospe schläft nämlich ein Käfer.
Der Käfer hat sich bestimmt versteckt. 
Der Käfer ist rot.
Und der Käfer hat schwarze Punkte.
Den Käfer nennt man: Marien·käfer. 

Conny setzt sich auf die Wiese 

Sie setzt sich neben die Knospe.
Conny guckt den Käfer an. 
Und Conny sagt: 
Ich wünsche mir,
ich habe keine Pickel mehr. 
Und ich wünsche mir:
Ich bin nicht mehr schüchtern. 
Ich bin sehr selbst·bewusst. 
Vielleicht verliebt sich Markus dann in mich?

Auf einmal wacht der Käfer auf

Und der Käfer sagt:
Hallo Conny,
ich bringe dir Glück.
Ich bin nämlich ein Glücks·käfer.
Das heißt:
Manchmal findet mich ein Mensch.
Das passiert alle 10 Jahre.
Und dann kann sich der Mensch etwas wünschen. 
Ich kann nämlich zaubern.
Du hast mich gefunden. 
Und du hast dir gewünscht:
Deine Pickel sollen weg sein.
Deine Pickel sind jetzt weg. 
Ich habe die Pickel nämlich weg·gezaubert. 
Deshalb bist du jetzt nicht mehr schüchtern. 
Du warst nämlich nur schüchtern:
Weil du die Pickel gehabt hast.
Jetzt hast du keine Pickel mehr. 
Deshalb bist du jetzt stark. 
Du bist jetzt sehr selbst·bewusst. 

Und der Käfer sagt noch: 
Conny, geh nach Hause.
Und guck in den Spiegel.
Dann siehst du es selbst:
Die Pickel sind weg.
Aber du musst mich mitnehmen. 
Du musst dich jetzt nämlich 10 Jahre um mich kümmern. 
Und du darfst keinem Menschen sagen:
Ich habe die Pickel weg·gezaubert.
Sonst kommen die Pickel wieder.

Conny bekommt einen Schreck 

Conny denkt nämlich: 
Sie träumt. 
Käfer können nämlich gar nicht sprechen.
Aber der Käfer ist echt.
Und der Käfer spricht wirklich.

Conny geht also nach Hause.
Und sie nimmt den Käfer mit.
Conny guckt zu Hause in den Spiegel. 
Die Pickel sind wirklich weg. 

Conny freut sich. 
Und Conny denkt:
Der Käfer macht Menschen sehr glücklich. 
Conny ist jetzt nämlich sehr glücklich. 

Conny bringt den Käfer in ihr Zimmer. 
Sie versteckt den Käfer in ihrem Zimmer.
Und Conny kümmert sich um den Käfer. 
Conny hat jetzt nämlich viel Zeit.
Sie hat sehr lange Sommer·ferien. 

Der Käfer ist zufrieden. 
Und der Käfer fühlt sich bei Conny wohl. 

Dann sind die Sommer·ferien vorbei 

Conny muss wieder in die Schule gehen. 
Markus sieht Conny. 
Und Markus will Conny ärgern.
Markus sagt nämlich manchmal schlimme Dinge 
über die Pickel. 

Aber dann sieht Markus:
Die Pickel sind weg.
Conny hat gar keine Pickel mehr. 
Sie sieht sehr gut aus.
Sie sieht sogar besser als Anne aus. 
Und Markus merkt:
Conny ist gar nicht mehr schüchtern. 
Conny fallen die richtigen Wörter ein.
Sie ist auf einmal sehr stark.

Markus sagt:
Hallo Conny, 
du hast gar keine Pickel mehr? 
Und du bist auch gar nicht mehr schüchtern? 
Was ist passiert? 
Und Markus verliebt sich in Conny.

Aber Conny merkt:
Sie ist nicht mehr in Markus verliebt. 
Conny ist nämlich sehr stark geworden. 
Sie braucht Markus nicht mehr. 
Conny ist jetzt sehr selbst·bewusst. 

Und Conny merkt:
Markus ist ein oberflächlicher Mensch. 
Das heißt zum Beispiel:
Ein Mensch sieht gut aus?
Ein Mensch hat keine Pickel? 
Dann mag Markus diesen Menschen. 
Ein Mensch sieht nicht gut aus?
Ein Mensch hat Pickel? 
Dann mag Markus diesen Menschen nicht

Conny mag keine oberflächlichen Menschen. 
Deshalb ist Conny nicht mehr in Markus verliebt. 
Aber Conny ist trotzdem sehr glücklich.