Der Korb von Artur

Das ist eine Geschichte in Einfacher Sprache: 

Nina ist eine Frau. 
Sie ist 20 Jahre alt.
Sie wohnt in einem Haus. 
Und sie hat einen Garten.

Nina fährt in den Urlaub 

Sie findet einen kleinen Hund.
Der Hund ist noch ein Baby. 
Er heißt Artur. 

Artur ist alleine.
Er hat keine Mutter mehr. 
Nina kümmert sich um Artur.
Sie hat Artur sehr lieb. 

Artur hat einen schwarzen Fleck am Ohr. 
Nina mag den schwarzen Fleck.

Der Urlaub ist vorbei

Nina fährt nach Hause.
Sie nimmt Artur mit.
Artur wohnt jetzt bei Nina im Haus. 
Nina kauft für Artur einen Korb. 
Artur schläft in dem Korb.

Nina hat einen Garten

Artur ist viel im Garten.
Aber auf einmal ist er weg. 

Im Garten ist ein Zaun.
Am Zaun ist eine Tür. 
Die Tür ist an einer Straße.
Die Tür ist auf.
Nina merkt nicht
Artur läuft weg.

Nina sucht Artur lange 

Nina sucht Artur überall. 
Und sie macht einen Zettel. 
Auf dem Zettel steht:
Artur ist weg. 

Auf dem Zettel ist ein Foto von Artur.
Und die Telefon·nummer von Nina.
Nina macht den Zettel an einen Baum.
Sie denkt: 
Vielleicht sehen andere Menschen Artur. 
Vielleicht bringen andere Menschen Artur zurück.

Aber Artur ist weg.
Keine Menschen sehen Artur.
Keine Menschen bringen Artur zurück. 
Nina ist sehr traurig. 

Nina hat einen Keller

Der Keller ist im Haus.
Nina bringt den Korb von Artur in den Keller. 
Sie hebt den Korb im Keller auf.

Nina denkt lange Zeit:
Vielleicht kommt Artur zurück. 
Dann kann er den Korb wieder haben.

Nina war dann lange nicht im Keller 

Sie war 10 Jahre nicht im Keller.
Aber jetzt ist sie wieder im Keller.
Sie will im Keller aufräumen. 

Im Keller sind viele Sachen.
Nina guckt:
Was kann sie aufräumen?
Was kann sie weg·werfen?
Was braucht sie nicht mehr?

Nina sieht den Korb von Artur. 
Nina denkt: 
Artur kommt nicht zurück. 
Es sind jetzt 10 Jahre vorbei.
Das ist eine lange Zeit. 
Bestimmt ist Artur gestorben. 
Er braucht den Korb nicht mehr.
Ich werfe den Korb jetzt weg. 

Nina ist wieder traurig. 
Sie denkt an Artur.
Aber Nina weiß:
Alle Hunde sterben einmal.

Nina will den Korb weg·werfen

Sie holt den Korb aus dem Keller raus.
Sie bringt den Korb an die Straße. 
Dann geht Nina wieder in den Keller. 
Sie guckt:
Was kann sie noch weg·werfen? 

Nina findet viele Sachen.
Sie bringt alle Sachen an die Straße. 
Morgen kommen nämlich Menschen.
Mit einem großen Auto. 
Die Menschen sammeln Müll. 
Das heißt:
Die Menschen holen den Korb.
Und alle Sachen.

Jetzt ist es Morgen

Nina geht an die Straße. 
Sie sieht: 
Der Korb ist noch da.
Alle Sachen sind noch da.

Nina denkt:
Die Menschen kommen bald.
Dann holen sie den Korb.
Und alle Sachen.

Aber was ist das?

Auf einmal sieht Nina: 
In dem Korb ist etwas drin.
Es ist ein kleiner Hund.
Wie kommt der Hund in den Korb?

Nina ist aufgeregt.
Sie nimmt den Hund aus dem Korb.
Sie bringt den Hund ins Haus.
Und sie holt den Korb ins Haus. 

Nina merkt:
Der Hund sieht aus wie Artur.
Er hat einen schwarzen Fleck am Ohr. 
Wie Artur. 

Der Hund hat ein Hals·band an.
Am Hals·band ist ein Zettel dran. 
Auf dem Zettel steht:
Der Hund heißt Molly.
Molly ist ein Mädchen. 
Sie gehört einem Arzt.

Der Arzt wohnt in der Stadt

Nina bringt Molly zu dem Arzt. 
Sie klingelt bei dem Arzt an der Tür.
Der Arzt macht die Tür auf. 
Nina hat Molly auf dem Arm.

Nina sagt:
Hallo.

Der Arzt sagt auch:
Hallo. 

Nina sagt:
Ich habe Ihren Hund-Molly gefunden. 
Hier ist Molly.

Der Arzt sagt: 
Ja, das ist Molly. 
Ich habe sie überall gesucht.
Sie ist weg·gelaufen. 

Da sagt Nina: 
Ich habe auch einen Hund. 
Mein Hund heißt Artur. 
Artur ist auch weg·gelaufen. 
Vor 10 Jahren.
Das war vor langer Zeit. 
Artur ist bestimmt gestorben. 
Oder er ist jetzt sehr alt. 
Artur war wie Molly.
Er hat auch einen schwarzen Fleck am Ohr. 
Wie Molly.

Da sagt der Arzt:
Bitte kommen Sie in mein Haus.
Sie haben Molly zurück·gebracht. 
Das freut mich sehr.
Vielleicht kann ich Ihnen auch helfen.

Nina geht in das Haus von dem Arzt 

Der Arzt sagt:
So, jetzt erzähle ich Ihnen etwas. 
Ich habe einen Garten. 
Und viele Hunde. 
Meine Hunde sind immer im Garten. 
Im Garten ist ein Zaun. 
Am Zaun ist eine Tür. 
Die Tür ist immer auf. 
Die Tür ist an einer Straße. 
Meine Hunde sind immer frei. 
Sie können weg·laufen. 
Aber meine Hunde laufen nicht weg.
Nur Molly läuft weg.  

Der Arzt sagt noch:
Vor 10 Jahren ist etwas passiert.
Das war vor langer Zeit.
Die Tür am Zaun war auf. 
Ein fremder Hund ist in den Garten gekommen. 
Er ist bestimmt von zu Hause weg·gelaufen.
Im Garten ist ein Korb. 
Meine Hunde gehen in den Korb. 
Sie schlafen in dem Korb. 
Der fremde Hund ist in den Korb gegangen.
Ich habe ihn in dem Korb gefunden.
Er hat geschlafen.
So habe ich gemerkt:
Der fremde Hund fühlt sich wohl.
Er will hier·bleiben.
Deshalb habe ich ihn behalten.
Der fremde Hund ist jetzt der Papa von Molly.
Er wohnt jetzt bei mir.
Schon lange Zeit.
Aber er ist sehr alt.
Vielleicht lebt er nicht mehr lange.
Der Papa von Molly hat einen schwarzen Fleck am Ohr.
Wie Molly.

Und der Arzt sagt noch:
Kommen Sie bitte mit: 
Ich zeige Ihnen den Papa von Molly.
Er ist bestimmt Ihr Hund-Artur. 
Artur hat nämlich auch einen schwarzen Fleck am Ohr.
Und ich zeige Ihnen auch die Mama von Molly. 
Das ist dann die Frau von Ihrem Hund-Artur. 
Und ich zeige ihnen auch die anderen kleinen Hunde. 
Artur hat nämlich sehr viele Kinder.
Artur ist jetzt der Papa von sehr vielen kleinen Hunden.

Nina geht mit dem Arzt mit

Der Papa von Molly ist wirklich Artur. 
Nina ist sehr glücklich.
Sie kann Artur wieder·sehen. 
Nach so langer Zeit.
Artur lebt noch.
Er ist jetzt sehr alt. 
Aber der Arzt kümmert sich gut um Artur. 
Artur geht es sehr gut. 

Artur erkennt Nina sogar. 
Artur freut sich. 
Er zeigt das.
Er macht viele Geräusche.
Und er bewegt seinen Schwanz.
Und Artur leckt Nina im Gesicht ab.
So sagt Artur: Hallo.

Nina nimmt Artur in den Arm.
Und sie streichelt Artur am Rücken.
Und an den Ohren.

Dann muss Nina nach Hause gehen

Aber Nina nimmt Artur nicht mit.
Artur wohnt lange Zeit bei dem Arzt. 
Artur hat sich daran gewöhnt. 
Das ist jetzt sein zu Hause.
Nina findet: 
Artur soll bei dem Arzt bleiben. 

Aber der Arzt sagt: 
Sie können Artur immer besuchen. 
Kommen Sie wieder vorbei. 

Und dann sagt der Arzt noch: 
Aber jetzt sagen Sie mir bitte,
wo haben Sie Molly gefunden? 

Nina sagt:
Mein Hund-Artur hat auch einen Korb.
Ich habe den Korb an die Straße gestellt. 
Ich will den Korb weg·werfen.
Artur ist nämlich weg.
Er braucht den Korb nicht mehr.
Heute kommen Menschen.
Mit einem großen Auto.
Die Menschen sammeln Müll.
Sie holen den Korb.
Und viele andere Sachen.

Und Nina sagt noch:
Der Korb war an der Straße.
Und Molly war in dem Korb. 
Ich habe sie in dem Korb gefunden. 
Sie hat in dem Korb geschlafen. 

Da sagt der Arzt:
Dann ist Molly jetzt Ihr Hund.
Sie können Molly mit nach Hause nehmen.
Meine Hunde sind immer frei.
Molly ist bei mir weg·gelaufen.
Sie ist zu Ihnen gekommen.
Sie war in Ihrem Korb drin.
Ich glaube:
Molly will jetzt bei Ihnen wohnen.
So wie Artur jetzt bei mir wohnen will.

Nina freut sich

Sie nimmt Molly gerne mit nach Hause.
Jetzt hat sie wieder einen Hund.
Molly darf immer in den Garten.
Und sie schläft jetzt in dem Korb von Artur.
Und die Tür am Zaun ist immer auf.
Molly ist immer frei.
Aber Molly bleibt bei Nina.
Hier wohnt sie jetzt.