Du brauchst kein Geld

Das ist eine Geschichte in Leichter Sprache.
Die Geschichte geht so:

Tim und Ute sind ein Liebes·paar. 
Sie sind beide 30 Jahre alt.
Sie fahren mit dem Auto in den Urlaub. 

Tim und Ute sind schon weit gefahren. 
Auf einmal geht das Auto kaputt. 

Tim und Ute brauchen Hilfe.
Aber sie haben kein Handy dabei. 
Deshalb können sie keinen Menschen anrufen. 
Es kann kein Mensch kommen.
Und helfen.

Tim und Ute steigen aus dem Auto aus. 
Sie sind weit weg von einer Stadt. 
Deshalb müssen sie weit laufen. 

Tim und Ute kommen in eine Stadt

Sie sehen das Schild von der Stadt.
Auf dem Schild steht:
Du brauchst kein Geld. 

Tim und Ute sind in der Stadt:
Du brauchst kein Geld. 
So heißt die Stadt.

Tim und Ute wissen nicht
Warum heißt die Stadt so? 
Aber Tim und Ute denken:
Vielleicht wohnen hier nette Menschen?
Vielleicht helfen uns die Menschen? 
Vielleicht können sie unser Auto reparieren? 

Tim und Ute haben Hunger und Durst

Sie gehen in ein Restaurant.
Sie setzen sich an einen Tisch.
Dann kommt ein Mann.

Der Mann ist der Wirt.
Er bringt Tim und Ute eine Karte.
Auf der Karte steht:
Was kann man essen und trinken?
Also bestellen.

Tim und Ute lesen:
Was steht auf der Karte?
Dann bestellen sie Essen und Trinken.

Der Wirt bringt das Essen und Trinken.
Es schmeckt gut.

Tim und Ute sind satt

Sie wollen das Essen und Trinken bezahlen.

Tim und Ute haben Geld dabei.
Sie sagen dem Wirt: 
Das Essen und Trinken hat geschmeckt.
Wir sind fertig.
Wir möchten bezahlen.

Der Wirt sagt: 
Dann kommt mit.

Tim und Ute kommen mit. 
Aber sie denken:
Warum sollen wir mit·kommen? 

Im Restaurant ist eine Küche 

Der Wirt bringt Tim und Ute zu der Küche. 

Der Wirt sagt:
Ihr könnt das Geschirr spülen.
Gestern war nämlich ein großes Fest.
Jetzt ist alles schmutzig. 
Alle:

  • Gläser
  • Teller 
  • Tassen
  • Schüsseln
  • Töpfe 
  • Pfannen
  • Löffel 
  • Gabeln
  • Messer 

Tim und Ute sagen: 
Aber wir haben doch Geld dabei.
Wir können das Essen und Trinken bezahlen. 
Wir müssen das Geschirr nicht spülen.

Der Wirt sagt: 
Ihr wohnt bestimmt weit weg.
In einer anderen Stadt. 
Bestimmt wisst Ihr nicht
Diese Stadt ist eine besondere Stadt. 
In dieser Stadt kann man nicht mit Geld bezahlen.
Bitte spült jetzt das Geschirr.
Ich brauche es bald wieder.
Morgen ist nämlich wieder ein großes Fest. 
Und zwar:
Eine Hochzeit.

Und der Wirt sagt noch:
Ein Mann und eine Frau heiraten morgen.
Der Mann heißt Jürgen.
Er ist 60 Jahre alt.
Und die Frau heißt Meike.
Sie ist 55 Jahre alt.
Jürgen und Meike kennen sich lange Zeit.
Und jetzt heiraten sie endlich.

Jetzt spülen Tim und Ute das Geschirr. 
Und das Essen und Trinken ist bezahlt. 

Tim und Ute sind fertig

Das Geschirr ist gespült.
Es ist alles sauber.

Tim sagt zu dem Wirt: 
Wir sind jetzt fertig.
Aber wir haben ein Problem. 
Unser Auto ist kaputt. 
Es steht weit weg von dieser Stadt.

Der Wirt sagt: 
Dann geht zu Jürgen. 
Jürgen heiratet morgen.
Aber heute hat er bestimmt noch Zeit.
Er kann euch helfen.
Jürgen hat eine Werkstatt.
Er repariert Autos.
Lauft die Straße weiter. 
Dann kommt Ihr zu der Werkstatt 

Tim und Ute finden die Werkstatt

Aber Jürgen ist nicht da. 

Tim und Ute warten lange.
Dann kommt Jürgen.

Jürgen sagt: 
Wartet Ihr schon lange?
Ich war nämlich bei Ben. 
Ben hat ein Geschäft. 
In dem Geschäft gibt es Kleidung.
Zum Anziehen. 
Ben hat mir einen Anzug gegeben. 
Ich ziehe den Anzug morgen an.
Morgen heirate ich nämlich meine Frau-Meike. 
Dann feiern wir ein großes Fest.
Bei dem Wirt.
Im Restaurant.

Und Jürgen sagt noch:
Ben hat ein Auto. 
Das Auto war kaputt. 
Ich habe es repariert.
Ben hat mir den Anzug dafür gegeben. 
Ich habe für den Anzug kein Geld bezahlt.
Wir sind nämlich in der Stadt: 
Du brauchst kein Geld. 
Aber jetzt bin ich wieder da.
Wie kann ich euch helfen? 

Jetzt sagt Tim: 
Wir kennen den Wirt.
Und das Restaurant.
Wir sind im Restaurant gewesen. 
Wir haben etwas gegessen. 
Und getrunken.
Der Wirt hat gesagt:
Du kannst uns helfen.
Deshalb sind wir hier.
Unser Auto ist nämlich kaputt. 
Es steht weit weg von dieser Stadt. 
Wir sind in diese Stadt gelaufen. 
Kannst du das Auto reparieren?

Jürgen sagt:
Ja, das mache ich gern. 
Sagt mir: 
Wo finde ich das Auto genau? 
Dann repariere ich es.
Aber Ihr müsst mir auch helfen. 
Kommt mit: 

Tim und Ute kommen mit. 

Jürgen hat eine Mutter  

Die Mutter wohnt in einem kleinen Haus.
Jürgen bringt Tim und Ute zu dem Haus.

Jürgen sagt: 
Geht rein in das Haus. 
Und kümmert euch morgen um meine Mutter. 
Ihr könnt in dem Haus auch schlafen.
Meine Mutter ist alt. 
Sie kann kein Fest mehr feiern.
Sie kann nicht mit ins Restaurant gehen.
Und Hochzeit feiern.
Das ist zu anstrengend für sie. 
Aber sie kann auch nicht alleine bleiben. 
Bitte helft meiner Mutter: 

  • Sie kann nicht alleine laufen. 
  • Sie kann nicht alleine essen und trinken. 
  • Sie kann nicht alleine auf die Toilette.
  • Sie kann sich nicht alleine anziehen. 
  • Sie kann sich nicht alleine ausziehen.

Und Jürgen sagt noch:
Erzählt meiner Mutter viele Geschichten. 
Ich habe ihr schon alle Geschichten erzählt. 
Ich kenne keine Geschichten mehr.

Tim und Ute gehen in das Haus 

Sie kümmern sich um die Mutter von Jürgen.
So kann Jürgen und seine Frau-Meike Hochzeit feiern.
Und die Mutter ist trotzdem nicht alleine.

Und Jürgen repariert das Auto.
Tim und Ute bezahlen kein Geld dafür. 

Tim und Ute gefällt es in der Stadt:
Du brauchst kein Geld. 
Alle Menschen helfen sich nämlich gegen·seitig.
So braucht man wirklich kein Geld.

Tim und Ute bleiben für immer in der Stadt.
Sie wohnen jetzt in der Stadt. 

Das ist das Ende von der Geschichte.