Ein Blinden·hund für Udo

Das ist eine Geschichte in Leichter Sprache. 
Die Geschichte geht so:

Udo ist ein alter Mann.
Er hat keine Frau mehr.
Er lebt schon lange allein.

Udo war verheiratet. 
Aber seine Frau ist gestorben. 
Sie war sehr krank.

Jetzt hat Udo einen Hund. 
Der Hund heißt Max.

Max ist ein Blinden·hund 

Das heißt: 
Max ist ein Hund für blinde Menschen. 
Blinde Menschen sehen mit den Augen nichts.

Max hat eine Ausbildung gemacht. 
Damit er blinden Menschen helfen kann.
Aber Max hat viel falsch gemacht. 
Max hat blinden Menschen schlecht geholfen. 
Deshalb ist er jetzt kein Blinden·hund mehr.
Max ist dann in ein Tier·heim gekommen.

Ein Tier·heim ist ein Platz für Tiere.
Tiere im Tier·heim suchen ein neues zu Hause.
Menschen gehen ins Tier·heim.
Sie holen sich dort ein Tier.
Das Tier wohnt dann bei den Menschen.

Udo hat Max aus dem Tier·heim geholt.
Jetzt wohnt Max bei Udo.
Und Udo ist nicht mehr so allein.

Udo und Max sind beste Freunde

Max hat Udo sogar das Leben gerettet.

Das war so: 
Es war im Monat November. 
Draußen war es sehr kalt.

Udo geht aus dem Haus. 
Er will Holz holen. 
Udo braucht das Holz für seinen Ofen.
Damit er Feuer machen kann.

Das Holz ist im Garten. 
Es ist hinter dem Haus.

Udo geht eine Treppe runter. 
Er hat einen Korb dabei. 
Damit er das Holz besser tragen kann.

Unten an der Treppe ist es glatt. 
Aber das weiß Udo noch nicht.

Udo beeilt sich. 
Er will schnell fertig sein.
Damit er mit Max spielen kann.

Also:
Udo ist unten an der Treppe. 
Udo merkt:
Es ist glatt.

Aber es ist zu spät. 
Udo rutscht aus. 
Er fällt hin.
Er liegt auf dem Boden.

Udo fällt mit dem Kopf auf den Boden

Der Boden ist sehr hart.
Unten an der Treppe sind Steine.

Udo kann sich nicht mehr bewegen. 
Er versucht aufzustehen.
Aber das geht nicht.

In Udo seinem Kopf dreht sich alles.
Udo ist es ganz schlecht.
Er muss brechen.

Udo hat vorher Suppe gegessen.
Die Suppe kommt aus seinem Mund raus.

Udo weiß nicht:
Was ist passiert?
Warum liegt er jetzt auf dem Boden?
Warum kann er nicht aufstehen?

Udo fängt an zu zittern.
Es ist ihm so kalt.

Udo will Hilfe rufen.
Aber er kann nicht sprechen.
Er hat alle Wörter vergessen.
Und kein Mensch ist da.
Kein Mensch kann Udo helfen.

Max wartet auf Udo

Max ist noch in der Wohnung.
Aber Udo kommt nicht.

Max sieht:
Die Tür von der Wohnung ist offen.
Udo hat die Tür offen·gelassen.
Damit er schnell wieder bei Max ist.

Max geht raus aus der Wohnung.
Max riecht mit der Nase auf der Treppe.
Dann rennt er die Treppe runter.

Die Treppe riecht nach Udo.
Hunde riechen überall mit der Nase.
Max ist ja ein Hund.

Max ist unten an der Treppe.
Er findet Udo. 
Udo bewegt sich nicht

Max leckt das Gesicht von Udo ab.
Udo hat die Augen zu.
Aber Udo merkt: 
Sein Gesicht ist nass.
Deshalb macht er die Augen auf.

Udo kann immer noch nicht sprechen. 
Max merkt:
Es stimmt etwas nicht.

Max erinnert sich an seine Ausbildung. 
Er erinnert sich:
Wie hilft man Menschen?
Max war ja ein Blinden·hund. 

Ein Blinden·hund lernt:
Wie hilft man Menschen?

Max hilft sofort 

Max rennt die Treppe wieder rauf.
Er rennt zurück in die Wohnung.
Er bringt Udo eine Decke. 
Damit Udo nicht friert.

Dann rennt Max zu den Nachbarn. 
Max bellt ganz laut vor der Tür. 
Er kratzt bei den Nachbarn an der Tür.

Die Nachbarn machen die Tür auf. 
Aber sie machen die Tür gleich wieder zu.
Die Nachbarn haben Angst vor Max.
Max ist ja ein Hund.
Vielleicht beißt er?

Max merkt: 
Die Nachbarn verstehen ihn nicht
Deshalb macht er Kunst·stücke. 

Das heißt:
Max rollt sich auf dem Boden hin und her.
Dann stellt er sich auf 2 Beine.
Max läuft mit 2 Beinen.
Normal laufen Hunde mit 4 Beinen.

Die Nachbarn beobachten Max. 
Sie sehen Max vom Fenster. 

Jetzt merken die Nachbarn:
Es stimmt etwas nicht
Deshalb haben die Nachbarn keine Angst mehr.

Die Nachbarn machen die Tür wieder auf.
Sie kommen aus dem Haus raus. 

Dann rennt Max hin und her.
Die Nachbarn merken:
Max will etwas zeigen.
Die Nachbarn gehen mit Max mit.

Max bringt die Nachbarn zu Udo

Udo liegt auf dem Boden.
Er ist mit der Decke zugedeckt.
Die Nachbarn helfen sofort.
Sie haben ein Handy dabei.
Sie rufen einen Arzt an.

Der Arzt kommt mit einem Kranken·wagen.
Und es kommen noch andere Menschen.
Die Menschen helfen dem Arzt.
Das sind Sanitäter.

Die Sanitäter legen Udo auf eine Bahre.
Eine Bahre ist wie ein Bett.

Der Arzt untersucht Udo.
Der Arzt sagt:
Udo hat eine Gehirn·erschütterung.
Deshalb geht es Udo so schlecht.

Eine Gehirn·erschütterung ist gefährlich.
Deshalb muss Udo ins Kranken·haus.
Der Kranken·wagen bringt ihn hin.
Und die Nachbarn kümmern sich um Max.

Udo ist vom Kranken·haus zurück

Udo ist wieder gesund.
Die Gehirn·erschütterung ist weg.

Udo kann wieder sprechen.
Er spielt wieder mit Max.
Udo und Max sind beste Freunde.

Udo hat Glück gehabt.
Max hat Udo das Leben gerettet.
Max ist doch ein guter Blinden·hund.
Er hat Udo so gut geholfen.

Das ist das Ende von der Geschichte.