Fliege-Bruno will leben

Das ist eine Fantasie·geschichte in Einfacher Sprache:

Bruno ist eine Fliege. 
Er sitzt gerne auf einer Wiese. 
Und er ruht sich aus. 
Das kann man auf dem Foto sehen.

Aber heute sieht Bruno ein offenes Fenster. 
Und er fliegt durch das Fenster. 
In eine Wohnung rein.

In der Wohnung ist eine Küche 

Da steht eine Schüssel mit Obst.
Und Bruno sieht eine andere Fliege.
Die Fliege sitzt auf einem Apfel drauf. 
Ein Apfel ist Obst.

Die Fliege fragt: 
Hallo, wie heißt du?

Und Bruno sagt: 
Ich heiße Bruno.

Da sagt die Fliege: 
Bruno pass auf.
Hier ist es gefährlich. 
Es ist besser:
Du fliegst wieder aus der Wohnung raus.

Da sagt Bruno: 
Nein, ich bleibe hier. 
Ich habe Hunger.
Ich esse jetzt von dem Obst.

Und Bruno setzt sich auf einen Pfirsich drauf.
Ein Pfirsich ist Obst.
Der Pfirsich schmeckt gut. 

Dann ist es Nacht

Bruno ist müde.
Und er will schlafen. 

In der Wohnung ist ein Schlaf·zimmer.
Bruno fliegt ins Schlaf·zimmer. 
Und er setzt sich an eine Wand. 

Im Schlaf·zimmer ist es dunkel.
Nur der Mond macht etwas Licht.
Das Licht kommt durch das Fenster rein.

Auf einmal sieht Bruno einen Schatten. 
Er sieht einen dicken Körper. 
Und er sieht 8 Beine.

Bruno bekommt Angst. 
Und dann klebt ein Seil an ihm. 
Das Seil wickelt sich um Bruno.
Das geht sehr schnell.
Und Bruno ist gefangen.
Bruno brummt ganz laut vor Angst. 

Im Schlaf·zimmer ist eine Frau 

Die Frau liegt im Bett. 
Sie hört Bruno brummen. 

Die Frau macht das Licht an.
Jetzt sieht sie Bruno.
Und die Frau sieht eine dicke Spinne. 
Die Spinne will Bruno fressen.

Die Frau hat alle Tiere gern. 
Auch Fliegen.
Die Frau rettet Bruno.
Sie jagt die Spinne weg. 
Sie nimmt Bruno in die Hand.
Und sie macht das Seil ab. 
Für die Frau ist das Seil ein dünner Faden. 
Die Frau passt auf.
Damit sie Bruno nicht verletzt.

Bruno hat immer noch Angst. 
Und er brummt weiter.
Jetzt ist das Seil fast ganz ab. 
Aber es klebt noch an einem Flügel fest.

Bruno sitzt bei der Frau auf der Hand.
Die Frau holt eine kleine Schere. 
Sie macht ein helles Licht an.
Damit sie besser sehen kann.

Die Frau nimmt die Schere. 
Und sie schneidet das Seil vorsichtig ab. 
Jetzt ist Bruno frei.

Aber es ist immer noch Nacht.
Die Frau bringt Bruno in die Küche. 
Zu der Schüssel mit dem Obst. 
Dann geht die Frau wieder ins Bett. 
Und Bruno sitzt die ganze Nacht auf einem Apfel.

Am nächsten Morgen

Es ist hell. 
Die Sonne scheint.
Die Frau steht früh auf. 
Und sie guckt nach Bruno.

Die Frau macht ein Fenster auf. 
Sie setzt Bruno an das Fenster.
Damit Bruno richtig frei ist.

Bruno sitzt in der Sonne. 
Er bewegt die Flügel. 
Und er denkt: 
Ich habe Glück gehabt.
Ich lebe noch.
Die Spinne hat mich nicht gefressen.
Die Frau hat mich gerettet.

Und Bruno fliegt weg.
Jetzt ist Bruno wieder frei.
Er setzt sich auf eine Wiese.
Und er ruht sich aus.