Fliege-Bruno will leben

Das ist eine Geschichte in Leichter Sprache. 
Die Geschichte geht so:

Bruno ist eine Fliege. 
Er ist noch klein.
Er ist erst 3 Tage alt. 
Aber er hat schon viel erlebt.

Bruno fliegt draußen in der Natur. 
Er ist schon lange unterwegs. 
Jetzt hat er Hunger. 
Er sieht ein Fenster. 
Das Fenster ist offen. 

Bruno fliegt durch das Fenster. 
Er fliegt in eine Wohnung rein.
In der Küche findet er leckere Sachen. 

Bruno sieht eine Schüssel.
In der Schüssel ist frisches Obst drin.
Bruno denkt: 

Jetzt esse ich mich satt.

Fliege-Bruno sieht eine alte Fliege

Die alte Fliege sitzt auf einem Apfel. 
Die alte Fliege sagt: 

Wie heißt du?

Bruno sagt: 

Ich heiße Bruno.

Die alte Fliege sagt: 

Bruno pass auf.
In der Wohnung ist es gefährlich. 
Es ist besser:
Du fliegst wieder aus der Wohnung raus.

Bruno sagt: 

Warum ist es gefährlich? 
Hier gibt es doch frisches Obst. 
Ich esse mich jetzt erst mal satt.

Die alte Fliege sagt: 

Ich warne dich.
Du wirst es schon sehen.

Bruno setzt sich auf einen Pfirsich.
Der Pfirsich schmeckt ihm gut. 

Die alte Fliege ist schon satt. 
Ein Mensch macht ein Fenster auf.
Die alte Fliege fliegt aus dem Fenster raus.

Bruno denkt: 

Ich bleibe besser hier. 
Später habe ich wieder Hunger. 
In der Wohnung gibt es viel zu essen.

Dann ist es Nacht

Bruno sucht einen Platz zum Schlafen. 
Er fliegt ins Schlaf·zimmer. 
Er setzt sich an eine Wand. 
Doch dann wird Bruno gefangen. 
Das geht ganz schnell. 

Der Mond scheint ins Schlaf·zimmer rein.
Der Mond macht ein bisschen Licht.
Bruno sieht einen Schatten. 
Er sieht einen dicken Körper. 
Er sieht 8 Beine.

Bruno bekommt Angst. 
Dann klebt ein Seil an ihm. 
Das Seil wickelt sich um Bruno.
Er kann nicht mehr weg.
Bruno brummt ganz laut vor Angst. 

Eine Frau rettet Fliege-Bruno

Im Schlaf·zimmer geht das Licht an. 
Im Schlaf·zimmer ist ein Mensch.
Der Mensch ist eine Frau. 
Die Frau liegt im Bett. 
Sie hat das Licht angemacht.

Die Frau hört Bruno. 
Sie hört ihn brummen. 
Die Frau sieht Bruno. 
Und die Frau sieht eine dicke Spinne. 
Die dicke Spinne will Bruno fressen.

Die Frau ist eine liebe Frau.
Sie hat alle Tiere sehr gern. 
Auch Fliegen.

Die Frau hilft Bruno.
Sie hält das Seil fest. 
Bruno ist fast ganz eingewickelt. 
Aber er brummt weiter.

Die Frau jagt die Spinne weg. 
Sie nimmt Bruno in die Hand.
Sie macht das Seil ab. 
Für die Frau ist das Seil ein dünner Faden. 
Die Frau passt auf.
Damit sie Bruno nicht verletzt.

Bruno hat immer noch Angst. 
Das Seil ist fast ab. 
Aber es geht nicht ganz ab.
Es klebt noch an seinem Flügel fest.

Bruno sitzt bei der Frau auf der Hand.
Die Frau holt eine kleine Schere. 
Sie macht ein sehr helles Licht an.
Damit sie besser sehen kann.

Die Frau nimmt die Schere. 
Sie schneidet das Seil vorsichtig ab. 
Bruno ist frei.

Es ist immer noch Nacht.
Die Frau trägt Bruno in die Küche. 
Sie setzt ihn in die Schüssel mit dem Obst. 
Sie macht ein kleines Licht an. 
Damit Bruno etwas sehen kann. 
Dann geht die Frau wieder ins Bett. 
Und Bruno sitzt die ganze Nacht auf einem Apfel.

Die Frau lässt Fliege-Bruno frei

Am nächsten Morgen ist es hell. 
Die Sonne scheint draußen. 

Die Frau steht auf. 
Sie schaut nach Bruno.
Die Frau macht ein Fenster auf. 
Sie setzt Bruno außen an das Fenster.

Bruno sitzt in der Sonne. 
Aber es ist noch kalt.
Bruno streckt beide Flügel aus. 
Er schüttelt sich. 
Er schläft noch halb. 

Bruno denkt: 

Das war knapp.
Zum Glück lebe ich noch.
Die Spinne hat mich fast gefressen.

Und Bruno fliegt weg.

Das ist das Ende von der Geschichte.