Eine Frau rettet die Bienen

Das ist eine Geschichte in Leichter Sprache. 
Die Geschichte geht so:

Eine Frau wohnt in einem Dorf. 
Sie ist dort geboren.
Ein Dorf ist eine sehr kleine Stadt. 
Es gibt wenig Häuser.

Neben dem Dorf ist eine große Wiese.
Auf der Wiese wachsen viele Blumen. 
Alle Blumen sehen anders aus.

Auf der Wiese gibt es viele Bienen.
Das sind besondere Bienen.
Man nennt sie: Wild·bienen.

Wild·bienen leben in der Natur.
Sie machen keinen Honig für Menschen. 
Sie fressen ihren Honig selber.

Die Frau geht oft zu der Wiese

Sie beobachtet die Bienen.
Die Bienen fliegen auf alle Blumen. 
Die Blumen haben ein Pulver. 
Das Pulver klebt an den Bienen fest. 
Das Pulver sieht aus wie Staub. 
Man nennt es: Blüten·staub.

Das Wort Blüten·staub kommt von Blüten.
Blüten sind wie Blumen. 
Blüten sind nur kleiner. 
Sie wachsen an Bäumen.
Und an Pflanzen.

Die Bienen fliegen nämlich auch auf alle Blüten.
Von Bäumen.
Und Pflanzen.
Die Bienen mischen den Blüten·staub
von allen Blumen.
Und Blüten.
Das nennt man: Bestäuben.

Die Bienen bestäuben die Pflanzen.
Das will die Natur so.
Dann wächst:

  • Obst
  • Gemüse
  • Getreide

Die Frau weiß:
Die Bienen sind für uns alle sehr wichtig.

Die Bienen machen unser Essen

Wir alle essen:

  • Obst
  • Gemüse
  • Getreide

Es gibt keine Bienen mehr.
Dann gibt es nichts mehr zum Essen. 
Dann verhungern wir.
Dann gibt es auch kein Fleisch mehr.
Und:

  • Keine Wurst. 
  • Keine Milch.
  • Keine Butter.
  • Keinen Käse.
  • Keinen Quark.
  • Keine Eier.

Warum?
Es gibt keine Bienen mehr.
Dann wachsen keine Pflanzen.
Die Bienen helfen den Pflanzen.
Damit die Pflanzen wachsen.
Und leben.

Es gibt keine Pflanzen. 
Dann gibt es keine Tiere. 
Die Tiere fressen die Pflanzen.
Damit die Tiere wachsen.
Und leben.

Menschen, schlachten die Tiere dann.
Sie töten die Tiere.
Dann machen Menschen Fleisch. 
Und Wurst. 

Oder:
Menschen halten viele Tiere.
Die Tiere sind meistens in einem Stall.
Dann gibt es:

  • Milch
  • Butter 
  • Käse
  • Quark
  • Eier

Das alles kommt von den Tieren.
Die Bienen sind für uns alle sehr wichtig.

Die Frau liest eine Zeitung

Sie bekommt einen Schreck.
In der Zeitung steht:
Bald kommen Menschen. 
Diese Menschen machen die Wiese kaputt.
Sie bauen auf der Wiese ein großes Geschäft. 
Und Park·plätze für viele Autos. 
Dann ist die Wiese weg.

Die Frau denkt an die Bienen.
Sie will den Bienen helfen. 
Sonst sterben die Bienen.

Die Frau geht zu ihrem Nachbarn

Die Wiese gehört dem Nachbarn.
Die Frau fragt den Nachbarn:

Warum kommen Menschen?
Warum machen Menschen die Wiese kaputt?

Der Nachbar sagt:

Ich verkaufe die Wiese.
Ich brauche Geld.
Die Wiese gehört dann der Stadt.

Die Frau sagt:

Aber die Bienen sterben dann.
Sie finden dann kein Futter mehr.
Sie haben dann keine Blumen mehr.
Wir alle brauchen die Bienen.
Die Bienen machen unser Essen.

Der Nachbar schickt die Frau weg.
Der Nachbar sagt:

Geh weg.
Ich habe jetzt keine Zeit.

Die Frau denkt nach.
Was kann sie jetzt tun?
Dann hat sie eine Idee.

Die Frau macht eine Liste

In der Liste stehen dann viele Namen.
Alle Namen von den Menschen
im Dorf. 
Die Frau schickt die Liste dann an ein Amt.
Das Amt ist in der Stadt. 

Das heißt:
Die Frau sammelt viele Unterschriften.
Alle Menschen schreiben dann:

  • Wir wollen die Wiese behalten. 
  • Wir wollen kein großes Geschäft. 
  • Wir wollen keine Park·plätze für viele Autos. 
  • Wir brauchen die Bienen.
  • Wir brauchen unser Essen.
  • Wir wollen leben.

Diese Idee gefällt der Frau gut. 
Sie macht jetzt gleich diese Liste.
Dann bleibt die Wiese ganz.
Dann bleiben die Bienen auf der Wiese.

Das ist das Ende von der Geschichte.