Das schlimme Geheimnis von unseren Jeans

Das ist eine Geschichte in Leichter Sprache. 
Die Geschichte geht so:

Doris geht die Straße entlang.
Sie geht spazieren.
In der Straße ist ein Geschäft.
Das Geschäft hat ein großes Fenster.

Doris guckt in das Fenster rein.
Sie sieht eine Puppe.
Die Puppe ist so groß wie ein Mensch.
Sie hat eine Jeans an.

Doris gefällt die Jeans.
Die Jeans sieht ein bis·schen benutzt aus.
Sie hat ein paar Falten.
Sie hat ein paar Löcher.
Und die Farbe fehlt an manchen Stellen.

Doris denkt:

Die Jeans sieht gut aus.
Sie sieht sehr modern aus.
Diese Jeans kaufe ich mir.

Doris hat schon viele Jeans.
Aber sie kauft sich oft eine neue Jeans.
Und zwar immer:

  • Wenn ihr eine Jeans gefällt.
  • Wenn die Jeans wenig Geld kostet.

Doris geht ins Geschäft

Im Geschäft arbeitet eine Verkäuferin.
Doris sagt zu der Verkäuferin:

Sie haben eine Jeans im Fenster.
Kann ich die Jeans anprobieren?

Die Verkäuferin geht an ein Regal.
Im Regal liegen viele Jeans.
Alle sehen aus:
wie die Jeans im Fenster.

Die Verkäuferin fragt:

Welche Größe brauchen Sie denn?

Die Verkäuferin meint damit:
Wie groß soll die Jeans sein?
Damit sie Doris passt.

Doris sagt:

Ich brauche Größe 44.

Die Verkäuferin gibt Doris eine Jeans.
In der Größe 44.

Im Geschäft ist eine Kabine.
Doris geht in die Kabine.
Sie probiert die Jeans an.
Die Jeans passt gut.

Doris gefällt die Jeans.
Sie kostet wenig Geld.
Doris kauft die Jeans.
Dann geht sie nach Hause.

Doris hängt die Jeans in den Schrank

Der Schrank ist sehr voll.
Doris hat viele Sachen zum Anziehen.
Die meisten Sachen zieht sie nur ein Mal an.
Vielleicht passen ihr manche Sachen nicht mehr.

Doris überlegt manchmal:

Vielleicht habe ich Mal Zeit.
Dann probiere ich alle Sachen an.
Dann räume ich den Schrank auf.
Dann sehe ich:
Welche Sachen passen mir nicht mehr?
Diese Sachen kommen dann weg.

Aber Doris hat wenig Zeit.
Und manchmal hat sie Zeit.
Dann hat sie keine Lust.
Dann will sie den Schrank nicht aufräumen.

Doris guckt lieber Fernseher.
Sie räumt nicht gerne auf.
Sie kauft sich lieber neue Sachen zum Anziehen.
Und der Schrank wird immer voller.

Aber heute kommt ein Film im Fernseher.
Das ist ein besonderer Film.
Doris guckt sich den Film an.
Vielleicht räumt sie den Schrank dann doch Mal auf.

Doris sieht in dem Film: Wie machen Menschen die Jeans?

Doris sieht:
Menschen in anderen Ländern machen die Jeans.
Zum Beispiel in:

  • China
  • Indien
  • Bangladesch

Diese Länder sind weit weg.
Dort gibt es viele Fabriken.
In den Fabriken arbeiten Menschen.
Diese Menschen machen die Jeans.

Doris sieht in dem Film: Menschen machen viele Gase

Doris sieht:
Menschen arbeiten in Fabriken.
Sie machen die Jeans.
Sie benutzen viele Maschinen.
Die Maschinen verbrauchen viel Energie.
Zum Beispiel:

  • Strom 
  • Erd·öl
  • Erd·gas

Das heißt:
Menschen machen Jeans.
Menschen benutzen die Maschinen.
Dann machen Menschen sehr viele Gase.

Gas ist so ähnlich wie Luft.
Man kann es nicht sehen.
Und nicht anfassen. 

Die Gase schaden der Umwelt.
Die Gase verändern das Klima auf der Erde. 
Dann wird es wärmer.
Oder kälter.
Dann sterben viele Tiere für immer.
Und viele Pflanzen gehen für immer kaputt.

Doris sieht in dem Film: Menschen verbrauchen viel Wasser

Doris sieht:
Menschen machen die Jeans.
Sie waschen die Jeans. 
Sie färben die Jeans.
Dann bekommen die Jeans eine andere Farbe.
Menschen verbrauchen dafür viel Wasser. 
Dann haben andere Menschen kein Wasser mehr.
Das Wasser ist dann schmutzig.

Doris sieht in dem Film: Menschen benutzen viele Chemikalien

Doris sieht:
Menschen machen die Jeans.
Sie färben die Jeans.
Dann bekommen die Jeans eine andere Farbe.
Menschen benutzen dafür viele Farben.
In den Farben sind Chemikalien drin.

Chemikalien sind sehr klein.
Man kann sie nicht sehen.
Aber sie sind sehr giftig.
Sie schaden der Umwelt.

Das heißt:
Menschen und Tiere werden von den Chemikalien krank. 
Sie können sogar sterben.
Und Pflanzen gehen von den Chemikalien kaputt. 

Doris sieht in dem Film: Menschen atmen Chemikalien ein

Doris sieht:
Menschen machen die Jeans.
Sie arbeiten in den Fabriken.
In den Fabriken ist es sehr heiß.
Menschen bekommen wenig Luft.

Menschen benutzen eine Flasche. 
In der Flasche ist ein Mittel drin.
In dem Mittel sind Chemikalien drin. 

Menschen machen die Chemikalien auf die Jeans. 
Damit die Jeans modern aussehen.
Zum Beispiel:
Damit die Jeans benutzt aussehen. 
Damit die Jeans Falten bekommen. 

Menschen atmen die Chemikalien ein.
Sie werden davon krank. 
Viele Menschen sterben davon.

Doris sieht in dem Film: Menschen atmen Staub ein

Doris sieht:
Menschen machen die Jeans.
Sie benutzen Schleif·papier.
Schleif·papier ist ein raues Papier.
Menschen reiben damit auf den Jeans herum. 
Immer an einer Stelle.
Damit die Jeans modern aussehen.
Zum Beispiel:
Damit die Jeans benutzt aussehen.
Damit sie Löcher bekommen. 
Oder ein Muster. 

Das Schleif·papier macht viel Staub.
Menschen atmen den Staub ein.
Sie werden davon krank. 
Und viele Menschen sterben.

Doris sieht in dem Film: Viele lange Rohre

Doris sieht:
Die Rohre gehören zu den Fabriken. 
Sie sind in den Städten.
Und draußen in der Natur. 
Die Rohre kommen aus den Fabriken raus. 

In den Städten und in der Natur sind Flüsse.
Die Rohre gehen bis zu den Flüssen hin. 

Aus den Rohren läuft Wasser raus. 
Das ist das Wasser von den Fabriken. 
Es ist von den Jeans.
Es ist sehr schmutzig. 
In dem Wasser sind die Chemikalien drin. 
Und der Staub von dem Schleif·papier.

Das schmutzige Wasser läuft aus den Rohren raus.
Es läuft dann in die Flüsse.

Das heißt:
Die Chemikalien kommen in die Flüsse. 
Dann ist das Wasser von den Flüssen schmutzig.
Es bleibt immer schmutzig.
Das Wasser ist sehr giftig.

Doris sieht in dem Film: Das Wasser von den Flüssen ist ganz bunt

Doris sieht:
Das Wasser ist manchmal schwarz.
Manchmal rot. 
Manchmal gelb.
Und manchmal blau.

Doris sieht sogar:
Oben auf dem Wasser ist weißer Schaum. 
Das alles kommt von den Jeans.
Also von den Chemikalien. 

Doris sieht in dem Film: Menschen und Tiere brauchen die Flüsse

Doris sieht:
Das Wasser von den Flüssen ist giftig.
Menschen und Tiere trinken das Wasser.
Sie werden davon krank.
Aber sie trinken das Wasser trotzdem.
Sonst haben sie kein Wasser.
 
Doris sieht:
Das Wasser von den Flüssen ist giftig.
Menschen benutzen das Wasser.
Sie machen das Wasser auf ihre Felder.
Sie gießen damit die Bäume und Pflanzen.
Dann wächst:

  • Obst
  • Gemüse
  • Getreide

Das ist dann alles sehr giftig.
Menschen und Tiere essen es dann:
Sie werden davon krank.
Sie können davon sterben.

Doris sieht in dem Film: Die Fische sterben im Wasser

Doris sieht:
Die Flüsse sind sehr schmutzig.
Es sind viele Chemikalien drin.

In den Flüssen sind Fische.
Die Fische sind von den Chemikalien krank.
Sie sterben im Wasser.

Das heißt:
In den Flüssen sind viele tote Fische drin.
Sie schwimmen oben auf dem Wasser.
Menschen sammeln die toten Fische ein.
Sie essen die toten Fische. 
Und sie verkaufen die Fische sogar. 

Die Menschen werden davon krank. 
Kranke-tote Fische darf man nicht essen.
Aber die Menschen essen die Fische trotzdem. 
Sonst haben sie keine Fische.

Doris sieht in dem Film: Die Städte sind sehr schmutzig

Doris sieht:
Überall liegt der Müll. 
Sogar in den Flüssen.
In dem schmutzigen Wasser. 
Deshalb ist das Wasser noch schmutziger.

Die Menschen gehen in die Flüsse rein. 
Mit den Händen. 
Und mit den Füßen.

Menschen fahren mit kleinen Schiffen.
Auf den Flüssen.
Auf dem schmutzigen Wasser. 

Das Wasser sieht aus:
wie schwarzes Öl.

Doris sieht in dem Film: Das alles ist sehr schlimm

Doris denkt an ihre neue Jeans.
Und sie denkt an ihre anderen Sachen.
Im Schrank.

Doris räumt jetzt den Schrank auf.
Sie probiert alle Sachen an.

Doris denkt:

Ich kaufe jetzt weniger Jeans. 
Und auch weniger andere Sachen.

Doris benutzt ihre Jeans jetzt sehr lange.
Und die anderen Sachen auch. 
Erst dann kauft sie wieder eine neue Jeans. 
Oder andere Sachen. 

Doris weiß jetzt:
Jeans schaden der Umwelt.
Alle Sachen zum Anziehen schaden der Umwelt. 
Zum Beispiel auch:

  • Pullover 
  • T-Shirts
  • Jacken
  • Röcke
  • Kleider
  • Schuhe
  • Mützen
  • Schals
  • Handschuhe
  • Gürtel
  • Taschen

Alle Sachen zum Anziehen schaden:
Den Menschen und Tieren.
Den Bäumen und Pflanzen.

Doris sieht in dem Film: Manche Fabriken sind besser für die Umwelt

Doris sieht:
Manche Fabriken passen auf die Umwelt auf.
Damit weniger kaputt geht.
Damit Menschen und Tiere gesund bleiben.
Damit Bäume und Pflanzen gesund bleiben.

Doris will sich jetzt informieren:
Welche Fabriken passen auf die Umwelt auf?
Welche Jeans sind dann besser für die Umwelt?

Vielleicht kostet so eine Jeans dann mehr Geld.
Aber das ist Doris egal.

Doris bezahlt jetzt gerne mehr Geld.
Das hilft der Umwelt.
Den Menschen und Tieren.
Den Bäumen und Pflanzen.

Das ist das Ende von der Geschichte.