Ria guckt Mama nicht an

Teil 2 von der Geschichte:
Ria ist ein besonderes Kind

Diese Geschichte ist in Leichter Sprache.
So geht die Geschichte weiter: 

Ria ist 1 Jahr alt:
Mama nimmt Ria auf den Arm. 
Und Mama guckt Ria an.
Aber Ria guckt Mama nicht an. 
Ria guckt immer weg.

Ria guckt an die Decke.
Im Zimmer.
Oder Ria guckt an die Lampe. 
An der Decke. 
Und Ria lacht dabei.
Aber Mama weiß nicht
Warum guckt Ria an die Decke?
Warum guckt Ria an die Lampe?
Warum lacht Ria? 

Ria guckt Mama nicht an.
Und Ria guckt auch andere Menschen nicht an. 
Ria guckt dann auch immer weg.

Zum Beispiel: Ria hat eine Oma

Oma kommt zu Besuch.
Oma nimmt Ria auf den Arm.
Oma hat eine Kette am Hals.
Ria nimmt die Kette in die Hand.
Ria guckt die Kette an.
Ria spielt mit der Kette.
Aber Ria guckt Oma nicht an.

Ria kann nicht krabbeln

Ria ist 1 Jahr alt: 
Ria liegt auf einer Decke. 
Auf dem Boden. 
Ria will krabbeln. 
Aber es klappt nicht

Ria legt sich jetzt auf den Bauch:
Aber Ria geht nicht hoch auf die Knie. 
Ria streckt die Beine ganz aus. 
Dabei liegt Ria fest auf dem Boden.
So kann Ria nicht krabbeln lernen.

Mama geht mit Ria zum Arzt 

Vielleicht kann der Arzt helfen. 
Damit Ria krabbeln lernt. 
Aber der Arzt sagt: 
Mama soll noch warten. 
Es ist noch Zeit.
Vielleicht krabbelt Ria bald.

Mama geht mit Ria oft zum Arzt.
Mama macht sich Sorgen. 
Und der Arzt sagt immer wieder: 
Mama soll noch warten.
Vielleicht krabbelt Ria bald.

Aber dann sagt der Arzt: 
Jetzt soll Mama nicht mehr warten. 
Ria muss krabbeln lernen. 
Der Arzt sagt: 
Ria soll Kranken·gymnastik machen. 
Das ist wie Sport.
Dann krabbelt Ria bestimmt. 

Ria hat dann krabbeln gelernt.
Aber es hat lange gedauert.
Jetzt sagt der Arzt:
Ria hat Entwicklungs·verzögerung.
Das heißt:
Ria lernt viele Dinge langsamer
als andere Kinder.

Ria lernt spät laufen

Ria ist 1 Jahr alt.
Und 1 halbes Jahr:
Mama und Ria haben ein Wohnzimmer.
Im Wohnzimmer steht ein Tisch. 
Ria liegt auf dem Boden.
Unter dem Tisch.
Ria zieht sich an dem Tisch hoch.
Jetzt steht Ria am Tisch.

Ria hält sich am Tisch fest. 
Ria will rund um den Tisch laufen. 
Ria weint dabei. 
Denn laufen lernen ist schwer. 
Ria übt 2 Monate laufen. 
Dann kann Ria rund um den Tisch laufen.
Aber Ria muss sich festhalten.

Und dann übt Ria noch·mal 4 Monate laufen.
Jetzt ist Ria schon 2 Jahre alt.
Jetzt kann Ria ganz alleine laufen.
Ria muss sich nicht mehr festhalten.
Ria läuft im Zimmer rum.

Aber Ria lernt spät laufen.
Ria lernt mit 2 Jahren laufen.
Und viele Kinder laufen schon mit 1 Jahr.

Vielleicht hört Ria schlecht

Ria ist 2 Jahre alt: 
Ria sitzt auf ihrem Bett. 
Mama sagt zu Ria:
Guck mal. 
Aber Ria guckt nicht zur Mama.
Mama denkt:
Vielleicht kann Ria mit den Ohren schlecht hören.

Dann:
Ria sitzt auf ihrem Bett. 
Mama klingelt mit einer Glocke. 
Jetzt guckt Ria zur Mama. 
Also hört Ria die Glocke. 
Dann kann Ria mit den Ohren gut hören.

Ria spricht nicht

Ria ist 3 Jahre alt: 
Ria ist viel gewachsen.
Mama merkt: 
Ria lernt nicht sprechen. 
Manchmal sagt Ria ein Wort. 
Und dann sagt Ria das Wort nicht mehr.

Mama denkt:
Viele Kinder sind so alt wie Ria.
Viele Kinder sprechen schon gut. 
Viele Kinder sprechen schon viele Wörter.

Mama hat Angst: 
Vielleicht lernt Ria nicht sprechen. 
Deshalb geht Mama mit Ria zum Arzt. 

Der Arzt untersucht die Ohren von Ria. 
Der Arzt denkt jetzt auch: 
Vielleicht kann Ria schlecht hören. 
Deshalb lernt Ria nicht sprechen. 
Aber die Ohren sind gut. 
Ria kann sehr gut hören. 

Ria ist ein besonderes Kind

Mama kennt viele Menschen. 
Manche Menschen sagen: 
Ria muss schon viele Dinge können. 
Und manche Menschen sagen: 
Ria lernt diese Dinge bald.

Aber Mama merkt:
Ria ist ein besonderes Kind. 
Ria ist anders als andere Kinder.

Mama geht mit Ria oft zum Arzt.
Der Arzt untersucht Ria oft.
Aber der Arzt weiß trotzdem nicht:
Warum ist Ria ein besonderes Kind? 
Warum ist Ria anders als andere Kinder?


Die Geschichte geht weiter

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