Susi will nicht mehr in Kur

Das ist eine Geschichte in Einfacher Sprache: 

Es war vor langer Zeit.
Da war Susi ein Mädchen. 
Sie war 10 Jahre alt. 
Da ist das passiert:

Susi hört eine Geschichte.
Die Geschichte ist auf einer Kassette drauf.
Früher gab es nämlich viele Kassetten.

In der Geschichte geht es um ein Mädchen. 
Das Mädchen fährt in Kur.
Und das Mädchen erlebt viele Abenteuer 
mit anderen Kindern
in der Kur. 
Abenteuer sind aufregende Dinge.

Susi gefällt die Geschichte.
Deshalb sagt Susi zu ihren Eltern:
Ich will auch in Kur fahren. 
Wie das Mädchen in der Geschichte. 

Susi denkt nämlich:
Eine Kur ist so schön wie ein Urlaub. 
Aber die Kur wird für Susi sehr schlimm. 
Doch das weiß Susi noch nicht.

Die Eltern melden Susi für eine Kur an

Die Kranken·kasse bezahlt die Kur. 
Susi ist nämlich sehr dünn. 
Vielleicht hilft die Kur?
Damit Susi etwas dicker wird.

Susi fährt mit der Bahn in die Kur

Die Eltern bringen Susi zum Bahn·hof. 
Susi fährt mit 4 Kindern in die Kur.
Und eine Frau fährt mit. 
Die Frau ist eine Betreuerin. 
Die Betreuerin passt auf:
Damit Susi und den 4 Kindern nichts passiert. 

Susi und die 4 Kinder fahren lange mit der Bahn.
Und dann noch mit einem Bus.

Susi und die 4 Kinder sind in der Kur

Der Bus hält vor einem Haus.
Die Kur ist nämlich in dem Haus.
Das Haus ist auf dem Land. 
Da gibt es viel Natur. 
Rund um das Haus sind Wälder.
Da gibt es frische Luft zum Atmen.

Vor dem Haus stehen viele Busse 

Es kommen nämlich viele Kinder in die Kur.
Alle Kinder bleiben 6 Wochen in der Kur.
Und überall stehen Koffer. 
Die Koffer sind von den Kindern. 

Alle Kinder gehen in das Haus

Im Haus ist eine Frau.
Die Frau ist eine Betreuerin.
Die Betreuerin passt auf alle Kinder auf.

Alle Kinder müssen lange warten

Dann kommt eine andere Frau. 
Die Frau ist auch eine Betreuerin.
Die Betreuerin bringt alle Kinder in die Zimmer. 
Es gibt nämlich viele Zimmer.
Da können die Kinder schlafen.

Susi kommt mit 5 Mädchen in ein Zimmer 

In dem Zimmer ist ein Wasch·becken drin. 
Da kann man die Zähne putzen. 
Und in dem Zimmer sind 6 Betten drin.
Und 6 kleine Tische. 
Die Tische stehen neben den Betten.
Die Betten sind weiß.
Und die Betten sind aus Eisen gemacht.
Die Betten sind sehr alt.
Die Matratzen sind weich.
Und schon viel benutzt. 
Viele Kinder haben in den Betten geschlafen.

Aber Susi bekommt einen Schreck 

Die Betten sind nämlich sehr klein. 
Die Betten sind für kleine Kinder.
Vielleicht passt Susi gar nicht in ihr Bett rein?
Susi ist nämlich schon groß.
Sie hat zu Hause ein großes Bett.

Die Betreuerin sagt:
Susi leg dich in dein Bett rein.

Die Betreuerin will nämlich prüfen: 
Ist das Bett zu klein? 

Susi legt sich in ihr Bett.
Sie kommt mit dem Kopf oben am Bett an.
Und sie kommt mit den Füßen unten am Bett an. 
Susi findet: 
Das Bett ist wirklich klein.
Susi liegt in dem Bett.
Und sie kann sich wenig bewegen. 

Susi mag das Bett nicht
Aber sie muss jetzt 6 Wochen in dem kleinen Bett schlafen.
Es gibt nämlich kein großes Bett. 

Das Zimmer hat ein großes Fenster

Am Fenster hängt eine Gardine.
Das heißt:
Nachts muss man die Gardine zu machen.
Damit es im Zimmer dunkel ist. 
Aber die Gardine lässt trotzdem Licht ins Zimmer rein.
Deshalb ist es nachts nicht ganz dunkel. 
Und morgens ist es früh hell.

Susi weiß:
So kann sie schlecht schlafen. 
Susi schläft nämlich zu Hause ganz im dunkeln.
Sie ist das so gewohnt. 
Sie hat zu Hause einen Rolladen am Fenster. 
Ein Rolladen macht ganz dunkel.

Susi mag die Gardine nicht
Aber sie muss jetzt 6 Wochen mit der Gardine schlafen. 
Es gibt nämlich keinen Rolladen.

Susi packt ihren Koffer aus

Die Betreuerin hilft Susi dabei. 
Die Betreuerin will nämlich prüfen: 
Was hat Susi alles dabei?

Susi hat Zahn·pasta dabei.
Und sie soll die Zahn·pasta abgeben.
Die Betreuerin will das so.
Susi kommt nämlich mit 5 Mädchen in ein Zimmer. 
Und alle bekommen eine Zahn·pasta zusammen. 
Die Zahn·pasta liegt dann am Wasch·becken.

Und Susi bekommt einen Schrank. 
Der Schrank steht in einem Gang. 
Der Gang ist vor dem Zimmer. 
Susi soll alle Sachen aus dem Koffer raus tun. 
Und in den Schrank rein tun.

Jetzt gibt es Abend·essen 

Alle Kinder haben Hunger und Durst. 
Es gibt einen Speise·saal. 
Da sind viele Tische und Stühle. 
Alle Kinder setzen sich auf die Stühle. 

Eine Betreuerin trägt ein Tablett herum.
Auf dem Tablett sind Brote mit Wurst.
Und Brote mit Käse.

Aber es gibt wenig Brot.
Alle Kinder bekommen nur 1 Scheibe Brot.
Und zum Trinken gibt es Tee.
Die Kinder haben noch Hunger.
Und das Brot schmeckt trocken.

Susi ist sehr dünn.
Sie soll in der Kur dicker werden.
Deshalb bezahlt die Kranken·kasse die Kur. 
Aber Susi bekommt wenig zu essen.
So kann Susi nicht dicker werden. 

Alle Kinder müssen abends früh schlafen

Alle Kinder müssen um 7 Uhr ins Bett gehen.
Susi findet das ist sehr früh.
Sie geht nämlich zu Hause um 8 Uhr ins Bett. 
Das ist eine Stunde später. 

Alle Kinder liegen im Bett 

Susi ist wach.
Sie kann nicht schlafen.
Draußen ist es nämlich noch hell.
Und die Gardine lässt Licht ins Zimmer rein.

Vor dem Zimmer ist der Gang.
Auf dem Gang steht ein Stuhl. 
Da sitzt eine Frau.
Die Frau passt nachts auf alle Kinder auf. 
Die Frau ist eine Nacht·wächterin.

Susi muss zur Toilette 

Die Toilette ist auf dem Gang. 
Bei der Nacht·wächterin.

Susi geht zur Toilette.
Auf einmal schimpft die Nacht·wächterin.
Die Nacht·wächterin sagt:
Geh sofort wieder ins Bett.

Susi hat Angst vor der Nacht·wächterin.
Susi geht schnell zur Toilette. 
Und sie geht schnell wieder ins Bett. 
Aber später muss Susi wieder zur Toilette. 
Da schimpft die Nacht·wächterin wieder.

Die Nacht·wächterin schimpft aber auch
mit den anderen Kindern.
Die Nacht·wächterin wird schnell böse. 
Und dann schreit die Nacht·wächterin sehr laut.

Am nächsten Morgen

Alle Kinder sind wach.
Alle Kinder sind im Speise·saal. 
Jetzt gibt es Frühstück.

Eine Betreuerin trägt wieder ein Tablett herum.
Auf dem Tablett sind Brötchen mit Honig. 
Und Brötchen mit Marmelade.

Aber es gibt wenig Brötchen.
Alle Kinder bekommen nur 1 Brötchen.
Und zum Trinken gibt es Milch.
Oder Kakao. 
Die Kinder haben noch Hunger.

Susi ist sehr dünn.
Sie soll in der Kur dicker werden.
Deshalb bezahlt die Kranken·kasse die Kur. 
Aber Susi bekommt wenig zu essen.
So kann Susi nicht dicker werden.

In der Kur sind 2 Betreuerinnen 

Manchmal kommt die eine Betreuerin. 
Und manchmal kommt die andere Betreuerin.
Und manchmal sind beide Betreuerinnen da.

Susi mag die eine Betreuerin nicht.
Die eine Betreuerin ist nämlich sehr böse.
Die eine Betreuerin ist da?
Dann hat Susi eine schlimme Zeit.

Zum Mittag·essen gibt es oft Suppe 

Viele Kinder wollen die Suppe nicht essen.
Die Suppe ist in einem Teller drin.
Der Teller ist aus Plastik gemacht.
Und die Suppe ist meistens kalt.
Deshalb schmeckt die Suppe sehr schlecht.
Man sagt: 
Die Suppe schmeckt wie im Kranken·haus. 

Aber die Betreuerinnen sagen:
Alle Kinder müssen am Tisch sitzen bleiben. 
Und die Suppe essen. 
Erst dann dürfen die Kinder aufstehen. 

Susi und 3 Mädchen sitzen an einem Tisch

Alle haben Suppe.
Susi will die Suppe nicht essen.
Und 2 Mädchen wollen die Suppe nicht essen.
Aber ein Mädchen isst die Suppe gerne.
Das Mädchen isst sogar die Suppe von den 2 Mädchen.
Die 2 Mädchen freuen sich.
So müssen die 2 Mädchen die Suppe nicht essen.

Aber das Mädchen will die Suppe von Susi nicht essen.
Das Mädchen will Susi nämlich ärgern.
Das Mädchen ärgert Susi oft.
Das Mädchen denkt:
Susi soll ihre Suppe selbst essen.

Aber Susi will ihre Suppe nicht essen

Das heißt:
Der Teller von Susi ist noch voll.
Die Suppe ist noch da.
Susi muss am Tisch sitzen bleiben. 
Und die 3 Mädchen dürfen aufstehen. 
Die 3 Teller von den 3 Mädchen sind nämlich leer. 
Die Suppe ist gegessen. 
Die Suppe ist weg.

Susi denkt nach:

Susi will ihre Suppe nicht essen.
Aber sie will trotzdem aufstehen.
Wie die 3 Mädchen. 

Susi hat diese Idee:

Susi versteckt ihre Suppe. 
Dann ist die Suppe weg.
Dann denken die Betreuerinnen:
Susi hat die Suppe gegessen. 
Und Susi darf aufstehen. 

So versteckt Susi die Suppe:

Susi hat einen Teller. 
Da ist die Suppe drin.
Und die 3 Mädchen haben 3 Teller. 
Die 3 Teller sind leer.
Susi stellt die 3 Teller auf die Suppe drauf.
So ist die Suppe versteckt.

Susi hat die Suppe versteckt

Aber die Betreuerinnen sehen die Suppe trotzdem.
Die 3 Teller drücken nämlich auf die Suppe drauf.
Deshalb läuft die Suppe auf den Tisch.
Und die Betreuerinnen schimpfen mit Susi. 

Susi isst gerne Salat

Zum Beispiel:
Grünen Salat mit Radieschen. 
Mit Tomaten. 
Mit Gurken.
Oder mit Paprika. 
Aber jetzt ist Susi in der Kur.
Da gibt es 6 Wochen keinen Salat.
Susi findet das sehr schlimm. 

Alle Kinder müssen mittags schlafen

Die Betreuerinnen wollen das so.
Aber Susi kann mittags nicht schlafen. 
Sie ist das nämlich nicht gewohnt. 
Susi spielt nämlich mittags zu Hause im Garten.

Nachmittags gibt es etwas zu essen

Alle Kinder bekommen einen alten Apfel.
Oder trockenen Kuchen.

Susi will 2 Mal in ein anderes Zimmer

Es gibt nämlich Probleme. 
Susi ist mit 5 Mädchen in einem Zimmer.
Aber ein Mädchen ärgert Susi oft.

Zum Beispiel:
Das Mädchen bohrt mit dem Finger in der Nase.
Das Mädchen holt einen Popel aus der Nase raus.
Und das Mädchen will den Popel 
bei Susi an den Hals schmieren.
Susi findet das eklig.
Deshalb will Susi in ein anderes Zimmer. 
Die Betreuerin bringt Susi in ein anderes Zimmer.

Aber dann gibt es wieder Probleme. 
Ein anderes Mädchen ärgert Susi auch.

Susi hat ein Kissen.
Und eine Decke.
Manchmal steht Susi nachts vom Bett auf.
Sie muss nämlich zur Toilette. 
Dann wirft das Mädchen das Kissen und die Decke 
auf den Boden.
Aber der Boden ist schmutzig.
Auf dem Boden ist Sand. 
Der Sand ist von den Schuhen.
Deshalb wird das Kissen und die Decke schmutzig. 

Susi will wieder in ein anderes Zimmer. 
Damit das Mädchen Susi nicht ärgert.
Die Betreuerin bringt Susi wieder in ein anderes Zimmer.

Susi hat abends oft Hunger 

Susi liegt dann im Bett.
Und sie kann nicht schlafen. 

Aber Susi hat eine Idee.
Sie hat wenig Geld.
Aber sie will sich von dem Geld Schokolade kaufen.
Und sie will die Schokolade aufheben.
Susi bekommt wieder wenig zu essen?
Dann kann sie die Schokolade essen.
Alle Kinder gehen heute in die Stadt. 
Dann kann Susi die Schokolade kaufen. 

Susi kauft also Schokolade. 
Und sie hebt die Schokolade auf.
Aber die Betreuerinnen wissen:
Susi hat Schokolade gekauft.
Und Susi hat die Schokolade aufgehoben.
Deshalb muss Susi die Schokolade abgeben. 
Susi findet das gemein.

Die Betreuerinnen schließen die Schokolade
in einen Schrank ein.
Und die Betreuerinnen verstecken den Schlüssel
von dem Schrank. 

Aber in der Kur sind auch ältere Kinder.
Die älteren Kinder bekommen auch wenig zu essen.
Die älteren Kinder finden den Schlüssel
von dem Schrank.
Und die älteren Kinder holen die Schokolade 
aus dem Schrank raus.

Die älteren Kinder stehlen die Schokolade. 
Die älteren Kinder essen die Schokolade. 
Jetzt hat Susi gar keine Schokolade. 
Und sie bekommt wieder wenig zu essen.

Bald ist Ostern 

Und Susi ist immer noch in Kur. 
Die Eltern wollen Susi ein Paket schicken.
Damit Susi an Ostern Schokolade hat.
Aber Susi will das Paket nicht
Susi hat nämlich Angst:
Vielleicht stehlen die älteren Kinder das Paket?
Dann hat Susi wieder keine Schokolade. 
Susi will das Paket nach der Kur haben.
Sie will die Schokolade lieber zu Hause essen.

Aber die Eltern schicken das Paket trotzdem. 
Und die älteren Kinder stehlen das Paket wirklich.
Die Betreuerinnen schließen das Paket nämlich wieder
in den Schrank ein.
Und die älteren Kinder finden wieder den Schlüssel
von dem Schrank.

Alle Kinder sind meistens im Haus

Die Kinder dürfen nicht draußen spielen.
Manchmal gehen die Kinder spazieren.
Dann gehen die Betreuerinnen mit. 
Und das ist 1 Mal am Tag.
Dann müssen immer 2 Kinder
neben·einander laufen.

In der Kur ist ein Garten

Aber die Kinder dürfen nicht alleine in den Garten gehen.
Die Betreuerinnen müssen mitgehen.
Die Betreuerinnen schließen sogar die Tür zu. 
Damit die Kinder nicht alleine in den Garten gehen.
Deshalb klettert Susi manchmal aus dem Fenster raus.
Und Susi geht heimlich in den Garten.
Susi ist nämlich zu Hause oft im Garten.
Sie ist das so gewohnt. 

Manchmal machen alle Kinder Sport

Der Sport ist morgens vor dem Frühstück. 
Der Sport ist draußen im Garten.
Und der Sport dauert 20 Minuten. 
Das heißt: 
Alle Kinder dürfen 20 Minuten
in den Garten gehen. 
Aber die Betreuerinnen gehen mit.
Und die Betreuerinnen singen mit den Kindern Lieder.
Nach dem Sport gibt es Frühstück. 

Einmal gehen alle Kinder ins Schwimm·bad

Das gefällt Susi gut.
Das Schwimm·bad ist in der Stadt. 
Sehr nah bei der Kur.
Aber der schöne Tag geht schnell vorbei. 

Susi darf nicht telefonieren 

Früher gab es kein Handy.
Da hat man Geld in ein Telefon gesteckt.
Dann konnte man telefonieren. 

Susi will telefonieren.
Sie will ihre Eltern anrufen.
Aber die Betreuerinnen verbieten das.

Die Betreuerinnen sagen:
Susi darf nicht telefonieren.
Sonst will Susi nach Hause. 

Aber Susi denkt:
Die Betreuerinnen haben Angst.
Vielleicht sagt Susi den Eltern:
Die Kur ist sehr schlecht. 

Alle Kinder schreiben ihren Eltern einen Brief

Die Betreuerinnen lesen alle Briefe.
Dann schicken die Betreuerinnen die Briefe weg.
Und die Eltern von den Kindern bekommen die Briefe.

Susi schreibt ihren Eltern auch einen Brief 

Die Betreuerinnen lesen den Brief.
Aber die Betreuerinnen schicken den Brief nicht weg.
Das heißt: 
Die Eltern von Susi bekommen den Brief nicht

Susi schreibt nämlich in dem Brief: 
Ich will nach Hause.
Mir geht es in der Kur sehr schlecht.
Bitte holt mich ab.

Die Betreuerinnen schimpfen mit Susi.
Susi darf nämlich keine schlechten Dinge
über die Kur schreiben.

Susi schreibt heimlich einen Brief

Susi ist morgens früh wach.
Draußen ist es nämlich schon hell.
Und die Gardine lässt wieder Licht ins Zimmer rein.

Susi liegt im Bett.
Und sie schreibt einen Brief.

Susi hat Papier dabei. 
Einen Stift.
Viele Brief·umschläge.
Und Brief·marken. 

Der Brief ist für die Eltern.
Die Eltern sollen Susi helfen.
Und die Betreuerinnen dürfen von dem Brief nichts wissen. 
Susi schreibt nämlich noch mal in dem Brief: 
Ich will nach Hause.
Mir geht es in der Kur sehr schlecht.
Bitte holt mich ab.

Susi schickt den Brief heimlich weg

Das macht Susi so:
Es ist Nachmittag. 
Alle Kinder gehen mit den Betreuerinnen in die Stadt.
Alle Kinder laufen in einer Schlange.
Das heißt:
Es laufen immer 2 Kinder neben·einander. 
Die Betreuerinnen wollen das so.
Susi läuft absichtlich ganz hinten.
Also zum Schluss.
Damit die Betreuerinnen nicht gucken.
Und Susi passt auf:
Wann kommt ein Brief·kasten?

Auf einmal sieht Susi einen Brief·kasten.
Und die Betreuerinnen gucken weg.
Susi hat den Brief in ihrem Pullover versteckt.
Susi holt den Brief aus ihrem Pullover raus.
Und Susi wirft den Brief in den Brief·kasten rein.
So bekommen die Eltern den Brief mit der Post.

Die Eltern schreiben Susi auch einen Brief

Aber die Eltern schreiben:
Susi wir können dich nicht abholen.
Du musst die Kur fertig machen. 
Du musst 6 Wochen in der Kur bleiben. 
Sonst bezahlt die Kranken·kasse die Kur nicht.
Sonst müssen wir die Kur selbst bezahlen.
Und die Kur kostet viel Geld.

Susi ist traurig

Susi will nach Hause.
Sie weint jeden Tag.
Und Susi macht jeden Tag einen Strich
an die Wand.
Im Zimmer neben ihrem Bett
Jeder Strich bedeutet:
Susi wartet wieder einen Tag.
Damit die 6 Wochen vorbei sind.
Und Susi wieder nach Hause darf.
Susi leidet sehr.
Und Susi wird sogar krank.

Susi hat in der Kur eine Freundin 

Aber Susi hat zu den anderen Kindern wenig Kontakt. 
Susi und die Freundin sprechen über viele Dinge.
Und Susi und die Freundin trösten sich gegen·seitig. 
Susi und die Freundin wollen beide nach Hause.

Aber auf einmal sind Susi und die Freundin krank

Susi und die Freundin haben nämlich Grippe bekommen. 
Susi und die Freundin haben:
Husten und Schnupfen.
Und Fieber.
Ein Arzt muss kommen. 
Der Arzt muss Susi und die Freundin untersuchen.

Susi muss im Bett liegen 

Sie hat Grippe.
Deshalb schwitzt sie sehr viel. 
Susi hat einen Schlafanzug an.
Der Schlafanzug ist nass·geschwitzt.
Aber Susi muss den Schlafanzug anlassen. 
Sie darf keinen frischen Schlafanzug anziehen.
Die Betreuerinnen wollen nämlich wenig Wäsche waschen.
Alle Kinder dürfen nur wenig frische Wäsche anziehen. 

Aber Susi bekommt jetzt Schokolade.
Die Betreuerinnen geben Susi Schokolade.
Damit Susi schnell wieder gesund wird.

Die Grippe dauert einige Tage.
Dann ist Susi wieder gesund.

Die Kur ist vorbei 

Es ist morgens.
Alle Kinder sind früh wach.
Es ist nämlich der letzte Tag von der Kur.
Susi und alle Kinder fahren wieder nach Hause. 

Susi fährt wieder mit dem Bus. 
Und mit der Bahn.
Die 4 Kinder fahren wieder mit.
Und die Betreuerin ist auch wieder dabei. 

Die Eltern holen Susi am Bahn·hof ab.
Und Susi erzählt den Eltern von der Kur.
Susi sagt:
Ich will nicht mehr in Kur.

Jetzt ist Susi 50 Jahre alt

Und Susi war wirklich nicht mehr in Kur.
Susi fährt lieber in den Urlaub. 
Aber auch nicht so gerne.
Susi bleibt lieber zu Hause.