Zwischen den Ästen vom Weihnachts·baum

Das ist eine Geschichte in Leichter Sprache. 
Die Geschichte geht so:

Luisa ist eine Frau.
Sie ist 60 Jahre alt. 
Sie wohnt in einem alten Haus.

Das Haus hat ein Wohn·zimmer. 
Luisa sitzt jetzt im Wohn·zimmer. 
Auf dem Sofa.
Neben dem Sofa steht ein Tisch.
Auf dem Tisch liegt ein Kalender. 
Luisa sieht an dem Kalender:
Bald ist Weihnachten. 
Es ist wieder ein Jahr vorbei. 
Oh man: 
Das geht so schnell.

Luisa ist an Weihnachten immer traurig und allein

Luisa denkt: 

Ich habe viele Jahre keinen Weihnachts·baum geschmückt.
Denn ich bin an Weihnachten immer traurig.
Und allein.
Aber dieses Jahr schmücke ich einen Weihnachts·baum.
Vielleicht geht es mir dann besser.

Luisa hat einen künstlichen Weihnachts·baum. 
Das heißt: 
Der Weihnachts·baum ist aus Plastik gemacht. 
Und Luisa hat einen Koffer. 
In dem Koffer ist der Weihnachts·schmuck drin.

Der Weihnachts·baum hat Äste. 
Aus Plastik. 
Der Weihnachts·schmuck kommt an die Äste dran. 
Er hängt dann zwischen den Ästen vom Weihnachts·baum. 
Dann ist der Weihnachts·baum geschmückt.

Luisa hat einen Dach·boden. 
Auf einem Dach·boden hebt man Sachen auf. 
Der Dach·boden ist ganz oben im Haus. 
Am Dach. 

Der Weihnachts·baum ist auf dem Dach·boden. 
Und der Koffer mit dem Weihnachts·schmuck auch.

Luisa geht jetzt auf den Dach·boden

Luisa holt den Weihnachts·baum.
Und den Koffer mit dem Weihnachts·schmuck.
Luisa war lange nicht auf dem Dach·boden. 
Der Weihnachts·baum ist in einer Kiste drin. 
Und der Koffer steht neben der Kiste.

Auf dem Dach·boden ist viel Staub.
Die Kiste vom Weihnachts·baum ist schmutzig von dem Staub.
Und der Koffer auch.

Luisa holt die Kiste.
Und den Koffer. 
Dann geht sie zurück ins Wohn·zimmer.

Luisa will den Weihnachts·baum schmücken

Luisa macht die Kiste auf.
Sie holt den Weihnachts·baum aus der Kiste raus.
Und sie macht den Koffer auf. 
Der Weihnachts·schmuck ist jetzt viele Jahre im Koffer. 

Luisa sieht Kerzen. 
Rote Kugeln.
Blaue Kugeln. 
Und Lametta.
Lametta sind silberne Fäden. 

Und Luisa sieht auch 2 kleine Häuser.
Die Häuser haben eine Tür. 
Und ein Fenster. 

Also:
Im Koffer sind viele Sachen drin. 
Luisa kennt alle Sachen noch.
Sie kann alle Sachen an den Weihnachts·baum hängen.

Luisa erinnert sich jetzt

Luisa hat ein Kind. 
Das Kind war vor langer Zeit klein.
Luisa hat den Weihnachts·baum für das Kind gekauft.
Und den Weihnachts·schmuck auch.
Luisa hat den Weihnachts·baum immer geschmückt. 
Sie hat dann mit dem Kind Weihnachten gefeiert. 
Jedes Jahr. 
Das war eine schöne Zeit.

Das Kind ist jetzt groß geworden.
Es ist jetzt erwachsen.
Es wohnt jetzt weit weg. 
Luisa sieht das Kind nur noch sehr wenig.
Deshalb ist Luisa an Weihnachten immer traurig. 
Und allein. 
Luisa hat das Kind sehr lieb.
Sie denkt oft an das Kind.

Luisa schmückt jetzt den Weihnachts·baum

Luisa stellt den Weihnachts·baum auf einen Tisch.
Sie macht die Kerzen an den Weihnachts·baum.
Sie hängt die Kugeln an den Weihnachts·baum.
Und das Lametta.

Und Luisa hängt die 2 kleinen Häuser an den Weihnachts·baum.
Alle Sachen hängen jetzt zwischen den Ästen vom Weihnachts·baum.
Der Weihnachts·baum ist geschmückt.
Er sieht aus:
Wie vor langer Zeit.

Aber auf einmal hört Luisa ein Geräusch.
Es raschelt:
Innen in dem einen kleinen Haus.
Luisa denkt:

Was ist das?
Was kann das sein?
Vielleicht ist in dem Haus etwas drin?

Luisa macht die Tür von dem kleinen Haus auf.
Auf einmal sieht sie eine Maus.
Die Maus guckt aus der Tür raus.

Luisa sieht:
Die Maus ist sehr klein.
Sie ist noch jung.
Sie ist ein Baby.
Eine Baby·maus.

Luisa macht das Fenster von dem kleinen Haus auf.
Jetzt kann sie sehen: 
In dem Haus ist ein Nest.

Das heißt:
Die Maus wohnt in dem kleinen Haus. 
Aber wo ist denn die Mutter von der Maus? 
Und hat die Maus auch einen Vater?
Und Geschwister?

Luisa weiß:
Junge Mäuse trinken Milch. 
Sie brauchen Milch. 
Sonst sterben sie. 

Luisa muss der Maus Milch geben.
Aber die Maus braucht die Milch von ihrer Mutter.
Also die Milch von einer Maus.
Und Luisa hat nur die Milch von einer Kuh.

Die Milch von einer Kuh ist im Kühl·schrank.
Aber diese Milch ist schlecht für die Maus.
Die Milch ist anders.
Die Maus kann davon sterben.

Die Mutter von der Maus hat bestimmt Milch.
Aber die Mutter ist weg.
Sie ist nicht in dem kleinen Haus drin.

Luisa geht zum Telefon. 
Sie ruft einen Tier·arzt an. 
Das ist ein Arzt für Tiere.

Der Tier·arzt weiß bestimmt:
Wie kann Luisa der kleinen Maus helfen?

Der Tier·arzt ist jetzt am Telefon

Luisa sagt zu dem Tier·arzt:

Ich habe eine kleine Maus gefunden.
Sie ist ein Baby.
Sie braucht Milch.
Aber die Mutter von der Maus ist weg.
Die Mutter kann der Maus keine Milch geben.
Ich brauche die Milch von einer Maus.
Sonst muss die kleine Maus sterben.

Der Tier·arzt sagt: 

Ich habe nur die Milch von einer Katze.
Die Milch ist ein Pulver.
Sie können das Pulver mit Wasser mischen.
Dann ist es Milch.
Die Milch können Sie der Maus geben.
Aber Sie brauchen eine Pipette.
Eine Pipette ist so ähnlich wie eine Spritze.
Ich gebe Ihnen eine Pipette.
Dann nehmen Sie die Maus in die Hand.
Sie geben der Maus die Milch.
Mit der Pipette.
In den Mund.
Vielleicht klappt das gut:
Dann kann die Maus wachsen.
Und leben.
Vielleicht klappt das nicht:
Dann stirbt die Maus.
Dann können Sie der Maus nicht helfen.

Luisa sagt zu dem Tier·arzt:

Vielen Dank,
ich komme jetzt vorbei.
Geben Sie mir dann bitte die Milch von der Katze.
Und die Pipette.
Dann kann die Maus diese Milch trinken.

Luisa geht jetzt zum Tier·arzt

Der Tier·arzt hat eine Praxis.
In der Stadt.
Luisa holt das Pulver von der Milch.
Beim Tier·arzt.
Und die Pipette.
Dann geht Luisa wieder in ihr Haus.

Die kleine Maus wartet schon 

Luisa mischt das Pulver von der Milch.
Mit Wasser. 

Luisa nimmt Papier in die Hand.
Dann holt sie die Maus raus aus dem kleinen Haus. 

Luisa benutzt die Pipette.
Die Maus macht den Mund auf.
Sie trinkt die Milch. 
Mit der Pipette.
Die Maus hat viel Hunger.
Dann ist sie satt.
Luisa setzt die Maus wieder in das kleine Haus.

Jetzt ist es Weihnachten 

Luisa ist nicht traurig. 
Sie ist an Weihnachten nicht allein. 
Sie ist jetzt nämlich die Mama von der Maus.

Das heißt:
Luisa gibt der Maus immer wieder Milch. 
Und sie kümmert sich viel um die Maus.
Dann setzt sie die Maus wieder in das kleine Haus.
Die Maus schläft dann in dem Haus.

Das kleine Haus hängt lange Zeit:
Zwischen den Ästen vom Weihnachts·baum. 

Es war gut:
Luisa hat den Weihnachts·baum geschmückt. 
So ist Luisa an Weihnachten nicht traurig.
Und nicht allein.